Auto kracht in Absperrung

Sattelzug schleudert auf A49 – Über 100 Meter Ölspur

Dieselspur auf über 100 Metern: Feuerwehr sichert die Gefahrenstelle
Fotos: Feuerwehr Homberg (Ohm)

08.07.2025 / GEMÜNDEN - Großalarm am Montagnachmittag im Ohmtaldreieck bei Gemünden (Vogelsbergkreis): Ein 67-jähriger Lkw-Fahrer verlor gegen 16 Uhr auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über seinen Sattelzug. In einer Rechtskurve auf dem Zubringer der A49 zur A5 in Fahrtrichtung Frankfurt krachte der Lkw in die Schutzplanke – mit drastischen Folgen.



Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Dieseltank der Sattelzugmaschine aufgerissen. Der Kraftstoff verteilte sich auf einer Länge von über 100 Metern auf dem Beschleunigungsstreifen. Der Lkw war anschließend nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Mehrere Felder der Schutzplanke wurden bei dem Unfall ebenfalls beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf etwa 30.000 Euro am Lkw und rund 5.000 Euro an den Schutzplanken.

Die Einsatzkräfte sperrten den rechten Fahrstreifen ab und sicherten die Unfallstelle. Doch viele Autofahrer ignorierten die Warnungen, schätzten den Straßenverlauf falsch ein oder hielten sich nicht an das Tempolimit. Es kam zu mehreren gefährlichen Beinaheunfällen.

A49 zeitweise gesperrt

Wegen der brenzligen Lage wurde die Abfahrt der A49 zur A5 in Richtung Frankfurt durch die Autobahnmeisterei schließlich für rund drei Stunden voll gesperrt. Nur so konnten die Bergungsarbeiten ohne weitere Zwischenfälle durchgeführt werden.

Ein Autofahrer missachtete dennoch die Absperrung und fuhr in die gesperrte Unfallstelle ein – er wurde von einer Polizeistreife gestoppt. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Homberg (Ohm) an der Unfallstelle im Einsatz. (pm/cb) +++

X