Regierungspräsident wird deutlich
Erschütterndes Leid, klare Worte: Stellungnahme zur Missbrauchsstudie
Archivfoto: O|N / Martin Engel
27.06.2025 / FULDA -
Mit erschütternder Deutlichkeit zeigt eine aktuelle Untersuchung das ganze Ausmaß sexualisierter Gewalt im Bistum Fulda seit 1945. Die veröffentlichten Schicksale der Betroffenen lassen niemanden kalt. In einer persönlichen Stellungnahme bringt der Kasseler Regierungspräsident Mark Weinmeister nun seine Fassungslosigkeit zum Ausdruck und appelliert an die Verantwortung des Bistums.
Mark Weinmeister: "Wer den Bericht liest, bleibt nicht unberührt. Die Schicksale der Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Bistum Fulda seit 1945 bewegen mich zutiefst und machen mich fassungslos. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Familien. Man kann nur erahnen, welches Leid den Opfern zugefügt wurde und wie schwer ihre Verletzungen sind. Ich wünsche mir, dass sie alle die jeweils notwendige Unterstützung bekommen, um ihre Traumata zu verarbeiten. Für das Bistum Fulda, das in weiten Teilen mit der Fläche des Regierungsbezirks übereinstimmt, gilt es nun, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um den Betroffenen zu helfen und die angesprochene Unterstützung zu geben.
Ich begrüße es, dass Bischof Dr. Gerber und die Bistumsspitze sich gestern vor der Öffentlichkeit klar zur Verantwortung der Kirche bekannt und eine umfassende Aufarbeitung sowie strukturelle Veränderungen innerhalb der Diözese zugesichert haben. Allen Betroffenen wünsche ich weiterhin von Herzen viel Mut und viel Kraft im Umgang mit ihren Missbrauchserfahrungen." (pm/cb) +++