"Wichtige und gute Entscheidung"
Michael Brand zum Beauftragten der Regierung gegen Antiziganismus ernannt
Fotos: ON Archiv
18.06.2025 / BERLIN -
Der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU), der Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium ist, wurde zum neuen Antiziganismusbeauftragten der Bundesregierung benannt.
"Ich gehe diese neue Verantwortung mit großer Sensibilität, und auch mit großer Entschiedenheit an. Das Thema der Diskriminierung von Sinti und Roma, nicht nur in Deutschland, ist mir aus meiner jahrelangen Arbeit in Menschenrechtsfragen leider schon lange gut bekannt, und ich kenne zudem eine Reihe der Akteure seit Jahren. Natürlich werden wir als Bundesregierung weiter gegen die Diskriminierung arbeiten, sowohl indem wir sie aktiv bekämpfen - aber auch, indem wir über positive Beispiele berichten.
Wir haben in Deutschland noch immer eine besondere Verantwortung, nachdem 500.000 unschuldige Zivilisten von dem Naziregime ermordet worden, die Sinti und Roma waren. Und die besonderen Herausforderungen, die sich in der Arbeit vor Ort, in den Schulen und anderswo stellen, die gehen wir auch an, gemeinsam mit Vertretern von Sinti und Roma, mit Ländern und Kommunen und Zivilgesellschaft.
Zentralrat Deutscher Sinti und Roma: "Wichtige und gute Entscheidung"
Und auch der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sieht darin eine wichtige und gute Entscheidung. In einer Pressemeldung heißt es: "Brand engagiert sich seit vielen Jahren in der Gesellschaft für bedrohte Völker, einer im Jahr 1970 gegründete Menschenrechtsorganisation, die schon sehr früh den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma unterstützt hat. Staatssekretär Michael Brand bringt für sein Amt als Antiziganismusbeauftragter durch sein frühes Engagement in einer Menschenrechtsorganisation die Voraussetzungen mit, um den Antiziganismus zu erkennen und ihm entgegenzuwirken. In einer Zeit von zunehmender Gewalt von Rechtsextremismus und neuem Nationalismus verspürt die Minderheit im Alltag eine besorgniserregende Entwicklung von Antiziganismus", heißt es in der Pressemeldung. "Der Antiziganismusbeauftragte soll die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung des Antiziganismus koordinieren und von Bund und Ländern Maßnahmen einfordern, die den tiefsitzenden Antiziganismus, auch in Teilen der Bürokratie, endlich ächten", heißt es abschließend. (mp/pm) +++