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Heilung aus der Natur

Wasser und Wald in Bad Orb: Die Zukunft des Heilbads im Fokus

Dr. Gisela Immich, Waldtherapie-Expertin, Prof. Melissa Jem, Umweltmedizinerin, Henning Strauss, Hauptinitiator und Kur-Visionär.
Fotos: Zehra Hashani

31.05.2025 / BAD ORB - Die Kurstadt Bad Orb im Main-Kinzig-Kreis baut seine Rolle als bedeutender Gesundheits- und Kurstandort weiter aus! Um den höchsten Kurstatus – als "hochprädikatisiertes Heilbad" – auch künftig zu erhalten, durchläuft die Stadt derzeit die alle zehn Jahre gesetzlich vorgeschriebene Reprädikatisierung. Am Freitagmorgen waren wir von OSTHESSEN|NEWS beim Pressegespräch in Bad Orb dabei.



Entscheidend für diese Bewertung sind die natürlichen Heilmittel sowie die medizinische und therapeutische Ausstattung. Insbesondere die natürlichen Heilmittel Wasser und Wald stehen dabei im Fokus. Zwei Schlüsselprojekte für Orbs Zukunft als Kurstandort sind neben der Erschließung der Leopoldquelle das Badehaus "BALNOVA" mit moderner Radiologie und Physiotherapie sowie der Heil- und Kurwald "CURA SILVA".

Neues Konzept für die Kur der Zukunft

Seit 2022 arbeiten die Stadt, Kur GmbH und Investor Henning Strauss gemeinsam am Bau von "BALNOVA". Das moderne Zentrum soll ab 2026 eine Lücke in der Gesundheitsversorgung schließen. Ein Schwerpunkt ist die Kombination aus Balneotherapie (Heilanwendungen mit Sole) und Physiotherapie. Auch eine Zusammenarbeit mit Eintracht Frankfurt soll Bad Orb als Zentrum für Spitzensport und Regeneration etablieren.

Der Kur- und Heilwald wird im "BALNOVA"-Konzept ebenfalls sowohl räumlich als auch therapeutisch berücksichtigt. In den letzten Jahren hat sich Bad Orb bundesweit einen Namen für innovative Kurkonzepte gemacht. Die Bad Orb Kur GmbH setzt dabei auf natürliche Heilmittel wie Solewasser – etwa aus der neu erschlossenen Leopoldquelle. Im Badehaus "BALNOVA" wird diese Sole gezielt zur therapeutischen Anwendung genutzt. Das integrierte Zentrum für Diagnostik und Physiotherapie ermöglicht moderne Rehamaßnahmen, eng abgestimmt mit den ortsansässigen Badeärzten. "Wir möchten den Wald und die waldtherapeutischen Maßnahmen möglichst vielen Menschen zugänglich machen", betont Henning Strauss, Visionär hinter dem Projekt.

Modernste Technologien

Ergänzt wird das Angebot durch hochmoderne bildgebende Verfahren wie einem 3-Tesla-Magnetresonanztomographen (MRT), einem Computertomografen (CT) und Röntgentechnik auf neuestem Stand. Zudem entsteht ein ambulantes Operationszentrum, in dem Fachärzte unter Leitung von Prof. Dr. Gabor Szalay verschiedenste ambulante Eingriffe durchführen können.

Henning Strauss, sieht darin eine wegweisende Entwicklung für die Stadt: "Im Badehaus "BALNOVA" gradieren wir die Kur künftig zu neuer Güte. Wir tragen damit dazu bei, unserer Stadt langfristig den Kurstatus zu sichern und Gäste sowie Spitzensportler ins Orbtal zu locken."

Wald als Heilmittel: CURA SILVA

Im kurmedizinischen Zukunftskonzept Bad Orbs spielt neben dem Wasser auch der Wald eine bedeutsame Rolle: Das waldtherapeutische Gesamtkonzept "CURA SILVA" soll durch den Aufbau eines Kur- und Heilwaldes das natürliche Potenzial Bad Orbs erweitern. Ziel ist es, den Wald wissenschaftlich fundiert für Therapiezwecke nutzbar zu machen. Bei einem ersten Symposium im Mai trafen sich führende Expert:innen zur Diskussion naturbasierter Gesundheitsmethoden.

Die Waldtherapie-Expertin Dr. Gisela Immich begleitet das Projekt intensiv. Sie hebt hervor, wie wichtig der Orber Wald für die Gesundheitsförderung ist: "Bad Orb ist schon jetzt Vorreiter für die Kur der Zukunft. Besonders die Wertschätzung des Waldes als innovatives Kurmittel verdient breite Aufmerksamkeit. Der Orber Wald ist ein gesundheitsförderndes grünes Juwel, den wir für die waldtherapeutische Nutzung entwickeln und wahren müssen", betont sie.

Damit der Kur- und Heilwald offiziell anerkannt wird, ist jedoch eine Anpassung des hessischen Waldgesetzes notwendig. Langfristig strebt Bad Orb auf Landesebene das Zusatzprädikat "Waldheilbad" an, um das Profil als Gesundheitsstandort weiter zu stärken. Damit könnte die Stadt künftig als Soleheilbad und Waldheilbad mit den beiden Marken ihr gesundheitstouristisches Profil stärken. (zh) +++

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