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Kein Glück am Kaliberg

SV Neuhof steigt zu neunt in die Fußball-Gruppenliga ab

Niedergeschlagenheit bei Spielern und Betreuern vom SV Neuhof
Fotos: Hans-Hubertus Braune

30.05.2025 / NEUHOF - Der SV Neuhof steigt nach der 1:3-Niederlage gegen den TSV Wabern in die Fußball-Gruppenliga ab. Ein unrühmliches Ende in der Verbandsliga mit zwei Platzverweisen.



Mit der 1:4-Niederlage bei der SG Barockstadt II hat sich der SV Neuhof die Ausgangslage im Abstiegskampf insofern verschlechtert, dass im letzten Heimspiel gegen den TSV Wabern der direkte Klassenerhalt nicht mehr möglich war. Ansonsten war die Rechnung einfach: Ein Sieg war Pflicht und die TSG Sandershausen durfte gleichzeitig nicht beim FSV Dörnberg gewinnen.

Anders als vor vier Tagen in Lehnerz, als der SVN bereits nach 17 Minuten mit 0:3 zurücklag, schien die Mannschaft den Ernst der Lage diesmal verstanden zu haben und ging gleich mit einer viel besseren Intensität ins Spiel. So war die Führung durch Nunes Benvindo nach 19 Minuten durchaus verdient. Während die Hausherren defensiv bis auf eine gefährliche Situation, die Marcelo Nogueira vor der Linie klärte, gut aufgelegt war, kam offensiv eines der vielen Probleme des SVN zum Vorschein: die Abschlussqualität war mehr als ausbaufähig. Mehrere gute Chancen verpufften durch schwache Schüsse.

So gut die Situation in der Halbzeitpause schien – in Dörnberg stand es Unentschieden und so wäre Neuhof in der Relegation gewesen –, so schnell verbaute es sich der SVN selber: Zunächst traf Wabern durch den eingewechselten Niklas Müller zum Ausgleich (58.), kurze Zeit später flog Clark dos Santos wegen wiederholten Foulspiels vom Platz (67.). Weniger sportlich als unsportlich fielen die Hausherren danach auf, auch Marcel Nogueira flog in Folge einer Rudelbildung vom Platz (84.) – in doppelter Überzahl drehte Wabern mit zwei Treffern das Spiel. Ein unrühmlicher Abstieg des SV Neuhof, dabei hatte Dörnberg dem SVN die Tür durch das 0:0 gegen Sandershausen eigentlich weit aufgeschlagen. So empfängt Sandershausen am Montag (19 Uhr) den SV Hofbieber in der Relegation.

Für den TSV Wabern endet die Saison dagegen sehr erfolgreich, mit 50 Punkte hat der Aufsteiger die Klasse souverän gehalten. Das soll in der kommenden Saison wiederholt werden, mithelfen soll dann Peer Küllmer von der U19 der SG Barockstadt, der bereits als Neuzugang beim TSV feststeht. Unklar ist, wie es in Neuhof weitergehen wird: Trainer Alexander Bär hatte erklärt, das Projekt nicht fallen zu lassen, wenngleich er nicht ausschloss, in der Gruppenliga nicht mehr Trainer zu sein.

SV Neuhof: Stüss; Nogueira, Lopes, Badji Coly, Almeida – Calabrez, dos Santos – Orellana (61. Pilegis), Araujo (78. Teixeira), Amorim – Benvindo (46. SantAnna).

TSV Wabern: Elgaz; Lange, Witt, Wendel, Bergmann (77. Amert) – Konjarski – Mühlberger, Schmeer, Herdt (89. Walinger), Fa. Korell (41. Müller) – Herpe.

Schiedsrichter: Daniel Kamnitzer (Spvgg. Eltville).
Zuschauer: 120.

Tore: 1:0 Nunes Benvindo (19.), 1:1 Niklas Müller (58.), 1:2 Jan Luca Schmeer (90.+1), 1:3 Patrick Herpe (90.+5).

Gelb-Rote Karten: Clark da Silva dos Santos (Neuhof) wegen wiederholten Foulspiels (67.), Marcelo Nogueira (Neuhof) wegen Unsportlichkeit (84.). (Tino Weingarten) +++

Hinweis:
Dieser Artikel ist zuerst auf torgranate.de erschienen.

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