Viele Ehrengäste vor Ort
25-jähriges Weihejubiläum der Lourdeskapelle: Gottesdienst mit Bischof Gerber
Fotos: Moritz Pappert
29.05.2025 / EICHENZELL -
Die Lourdeskapelle Eichenzell (Kreis Fulda) begeht in diesem Jahr ihr 25- jähriges Weihejubiläum. Udo Bauch, Überlebender des Zugunglücks von Eschede im Jahr 2000, ließ sie damals erbauen. Zu diesem besonderen Anlass fand am Mittwoch ein ganz besonderer festlicher Gottesdienst mit Bischof Dr. Michael Gerber statt. Eigentlich sollte dieser in der Kapelle zelebriert werden. Aufgrund des Wetters wurde der Gottesdienst in die katholische Pfarrkirche in Eichenzell verlegt.
"Meine Familie hat schwer unter den Folgen gelitten. Gemeinsam haben wir Kraft gefunden", sagt der Überlebende des Zugunglücks, der sich mittlerweile ehrenamtlich engagiert. "Es ist mein Herzenswunsch, durch mein Tun ein bisschen Hoffnung und Lebensmut in andere zu bringen", so Udo Bauch weiter.
DB-Konzernsprecher Achim Stauß sagt zu Udo Bauch: "Auf eine Entschuldigung der Deutschen Bahn mussten sie lange warten. Zu lange. Für uns als Deutsche Bahn ist es eine Mahnung, die Unversehrtheit unserer Fahrgäste an erster Stelle zu setzen. Sie hat Vorrang vor allem anderen."
Hintergrund:
Die Kapelle wurde am 28. Mai 2000, pünktlich zum zweiten Jahrestag des tragischen Zugunglücks von Eschede, feierlich eingeweiht. Sie ist eine bedeutende Gedenkstätte für die 101 Todesopfer des schwersten Zugunglücks in der Nachkriegsgeschichte sowie für die zahlreichen Verletzten, die bis heute mit den Folgen des Unglücks leben. Die Kapelle wurde von Udo Bauch, einem Überlebenden des Unglücks, als Dankes- und Gedenkstätte errichtet. Udo Bauch, geboren in Villingen im Schwarzwald, lebt seit 1996 in Eichenzell bei Fulda.