Falschfahrer inhaftiert
Unerlaubte Einreise und illegaler Aufenthalt: Gefälschte Papiere fliegen auf
Symbolfoto: ON/Henrik Schmitt
21.05.2025 / FULDA -
Ein Verstoß gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A7 bei Fulda brachte am Dienstagmorgen mehr ans Licht als nur ein paar km/h zu viel. Gegen 8:55 Uhr fiel einer Zivilstreife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld ein schwarzer Skoda Superb mit Heilbronner Kennzeichen auf. Der Wagen war deutlich zu schnell unterwegs – ein Grund für die Beamten, das Fahrzeug einer Kontrolle zu unterziehen. Was als Routine begann, entwickelte sich schnell zu einem Fall für die Justiz.
Am Steuer saß ein Mann, der sich mit einer griechischen Identitätskarte und einem entsprechenden Führerschein auswies. Doch schnell wurde klar: Beide Dokumente waren Fälschungen. Auf Nachfrage behauptete der Fahrer, er stamme eigentlich aus Bulgarien und könne einen bulgarischen Pass nachreichen – seine Freundin sei bereits auf dem Weg mit dem Dokument. Doch die Beamten zweifelten an der Geschichte und nahmen den Mann zur Identitätsfeststellung mit auf die Dienststelle.
Haftbefehl liegt vor
Die Fingerabdrucküberprüfung brachte die Wahrheit ans Licht: Der Mann stammt in Wirklichkeit aus der Türkei – und gegen ihn liegt ein Haftbefehl über zwei Jahre und sieben Monate vor. Als seine Freundin schließlich den angeblich echten bulgarischen Pass übergab, stellte sich auch dieser als verfälscht heraus: Zwar echt im Ursprung, aber nachträglich mit den Daten des Fahrers manipuliert.Die Konsequenzen für den Mann sind gravierend: Neben einer Inhaftierung aufgrund des bestehenden Haftbefehls erwarten ihn nun zusätzlich Anzeigen wegen zweifacher Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, unerlaubter Einreise und illegalem Aufenthalt. Die Staatsanwaltschaft Fulda setzte zudem eine Sicherheitsleistung von 1.500 Euro fest, die der Mann noch vor Ort begleichen musste. (cb/pm) +++
Symbolfoto: ON/Carina Jirsch
Symbolfoto: ON