Vernissage mit weltberühmten Künstlern
"Gestatten, Kultur!": Austausch von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung
Fotos: Tanner Diakoniezentrum gGmbH
21.05.2025 / TANN (RHÖN) -
Feierliche Vernissage der inklusiven Kunstausstellung "Gestatten, Kultur!": Zum 27. Mal öffneten am Sonntagnachmittag die Tore des Naturmuseums zu Tann für Gäste und Kunstinteressierte.
Zehn Kunstschaffende mit Beeinträchtigung aus der Tanner Diakonie nutzen in diesem Jahr die Chance, ihre künstlerischen Arbeiten der vergangenen Monate einem breiten Publikum aus Bürger und Besucher der Stadt Tann, Persönlichkeiten aus der (regionalen) Kunstszene sowie der diakonischen Gemeinschaft zu präsentieren. Dabei geht es vor allem darum, den Fähigkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung mehr Bedeutung zu schenken. Unabhängig von den jeweiligen Herausforderungen besitzt jeder Teilnehmende die Fähigkeit, einzigartige Kunstwerke mit viel Liebe und Herzblut zu erschaffen. Mit Formaten wie "Gestatten, Kultur!" zeigt sich wieder einmal, dass Kunst keine Barrieren kennt.
"Es ist ein Ort, an dem sich Menschen auf Augenhöhe begegnen"
In 2025 wird "Gestatten, Kultur!" um Arbeiten des weltberühmten Schriftstellers und Illustrators Janosch (bürgerlich Horst Eckert, geboren 1931) ergänzt. "Tiger und Bär", "Günter Kastenfrosch und die Tigerente" oder auch "Herr Wondrak" zählen zu seinen bekanntesten Figuren. "Es handelt sich bei unseren ausgestellten Janosch-Arbeiten um Aquatinta-Farbradierungen mit Tiefdrucktechnik. Dabei wird das Motiv mit einer Stahlnadel seitenverkehrt in eine mit säurefestem Lack überzogene Kupferplatte eingeritzt. Diese Platte wird in ein Säurebad gelegt, wodurch die Linien praktisch als 'Gräben' in der Platte entstehen. Diese werden mit Farbe gefüllt und auf einer Tiefdruckpresse gedruckt", erklärt Bernd Baldus, Kurator der Veranstaltung in seinem Grußwort den zahlreich erschienenen Gästen. Ausstellung bis 29. Juni
Der diesjährige Schirmherr Dr. Thorsten Waap, Dekan des Evangelischen Kirchenkreises Fulda, ist zum ersten Mal Teil der Veranstaltungsreihe. Er ist ganz begeistert, wie die Tanner Diakonie diesen Rahmen nutzt, um Menschen mit Beeinträchtigung zu fördern und im Sozialraum teilhaben zu lassen. Waap hatte während seines Werdegangs selbst viel Kontakt mit Menschen mit Beeinträchtigungen und schätzt besonders deren Offenheit und Herzlichkeit. Dies wird zum übergeordneten Thema seines Grußworts, in dem er selbst zur Gitarre greift und die Gäste zum Mitsingen auffordert.