Erleichterung bei Trichinenuntersuchung
Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz stellt App für Jägerschaft vor
Foto: MKK
23.04.2025 / REGION MKK -
Erleichterung für Jägerinnen und Jäger: Seit Kurzem können sie beim Antrag auf eine Trichinenuntersuchung von Wildschweinfleisch zählen. Das teilt das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Main-Kinzig-Kreises mit.
"Die mehrwöchige Pilotphase für das Projekt ist erfolgreich verlaufen, deshalb bieten wir den digitalen Antrag für eine Trichinenuntersuchung nun für die gesamte Jägerschaft an. Das funktioniert unkompliziert über eine App, die kostenlos verfügbar ist", erklärte der zuständige Dezernent, Kreisbeigeordneter Jannik Marquart, bei der Vorstellung des neuen Angebots im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen. Ziel dieses digitalen Prozesses sei es, die Anträge zu erleichtern. "Die App ermöglicht aber auch eine schnellere Freigabe der Trichinenuntersuchung, was für die Jägerschaft natürlich von großem Vorteil ist", so Jannik Marquart. Die App mit dem Namen DIWIMA-App gibt es überall dort, wo es Apps zum Herunterladen gibt.
"Angebot wird gerne angenommen"
In der Testphase hatten Jägerinnen und Jäger die Möglichkeit, die Anwendung vollumfänglich zu nutzen und ihre Proben im Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz zur amtlichen Untersuchung auf Trichinen einzureichen. Während der Pilotphase fand eine enge Abstimmung zwischen allen Teilnehmenden und der Firma Diwima GmbH statt, von der die Software entwickelt wurde. So konnte die App zügig so angepasst und optimiert werden, dass nun die gesamte Jägerschaft eingebunden werden kann. Die App ermöglicht es, dass das Ergebnis der Untersuchung im Labor in Echtzeit übermittelt werden kann und damit die Freigabe für den Tierkörper per E-Mail schneller vorliegt. Damit ist auch ein Ausdruck des Wildursprungsscheins unkompliziert möglich.Eine Untersuchung von Schweinefleisch auf Trichinen ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Trichinen sind winzige Fadenwürmer. Damit infizierte Menschen können Beschwerden entwickeln, die von Bauchschmerzen über Durchfall bis hin zu einer tödlich verlaufenden Herzmuskelentzündung gehen können. Seit Einführung der Trichinenuntersuchungen gab es zuletzt 1970 einen Krankheitsausbruch, der durch den Verzehr eines Hausschweins verursacht wurde.
Symbolfoto: pixabay
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