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Ehrungen und Beförderungen

Einstimmiges Ergebnis: Alexander Adolph wird neuer Stadtbrandinspektor

Alexander Adolph wird neuer Stadtbrandinspektor
Fotos: Dieter Graulich

22.04.2025 / ULRICHSTEIN - Neuwahlen bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Helpershain: Nach der Verzichtserklärung im September 2024 von Jens Patrick Schmitz auf das Amt des Stadtbrandinspektors wurde dieses durch Andreas Hädicke kommissarisch übernommen. Einstimmig wurde der bisherige Stellvertreter Alexander Adolph gewählt. Seine Stellvertreter wurden Christian Erbes und Tobias Kroll. Alle Ergebnisse waren einstimmig.



Dem Jahresbericht des Stadtbrandinspektors, der wegen einer Verletzung von Hädicke von dessen Stellvertreter Alexander Adolph vorgetragen wurde, war zuvor zu entnehmen, dass die Feuerwehr Ulrichstein im Vorjahr zu 31 Einsätzen alarmiert wurden. Überörtlich waren es fünf und der Rüstwagen des Vogelsbergkreises wurde durch die Nachbarkommunen dreimal nach alarmiert. Adolph hob die sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mücke, der Stadt Schotten sowie der Stadt Lauterbach lobend hervor. Mit Lauterbach, Schlitz und Wartenberg sei auf dem Gebiet der technischen Einsatzleitung ein Verbund ins Leben gerufen worden, durch den es bei Großschadenslagen ermöglicht werde, innerhalb kurzer Zeit eine funktionsfähige Einsatzleitung aufzubauen.

"Hier seid speziell ihr alle gefragt"

Das Problem "Tagesalarmbereitschaft" ziehe sich durch den Bericht der Feuerwehr schon seit Jahren. Es sei eine ständige Herausforderung in den Gemeinden, in denen die meisten Feuerwehrkameraden außerhalb arbeiten, tagsüber eine schlagkräftige Feuerwehrmannschaft sicherzustellen. Diese Herausforderung treffe aber auch die politischen Verantwortlichen, da sie den Brandschutz verantworten müssten. Positiv hob er das Engagement der drei Ulrichsteiner Firmen Medicap, Ludwig und Kraft hervor, die durch die Freistellung ihrer Mitarbeiter entscheidend zur Sicherstellung der Tages-Einsatzbereitschaft beitragen würden. Positiv sei weiterhin, dass nunmehr sechs Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Bauhofes mit Bürgermeister Dr. Steffen Scharmann an der Spitze die Tages-Alarmbereitschaft unterstützen. Adolph ging auch auf die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen ein, die sich in Zukunft nicht einfacher gestalten werde.

In Wehren, wo die nötige Ausbildung, insbesondere Atemschutzgeräteträger, fehlen, werde es nahezu unmöglich gegenüber dem Land Hessen zu begründen und argumentieren, warum diese Wehr ein neues Fahrzeug braucht, obwohl ja gar kein ausgebildetes Personal dafür da ist. "Hier seid speziell ihr alle gefragt. Ihr könnt durch euren Ausbildungsstand, insbesondere Ausbildung von Atemschutzgeräteträger, Einfluss auf zukünftige Beschaffungen nehmen". Dank sagte er der Stadt Ulrichstein für die nicht immer einfache Bereitstellung der Mittel. Dank ging auch an die Feuerwehrvereine, die durch die zur Verfügungsstellung von erheblichen finanziellen Mittel aus ihren Vereinskassen wieder zur Verbesserung der Ausrüstung und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr beigetragen hätten.

Ungewisse Zukunft für das Ehrenamt der Feuerwehr

Als eine Herausforderung bezeichnete er den zweitägigen Besuch des technischen Prüfdienst-Hessen. "Was einen hier langsam zur Verzweiflung bringt ist die Tatsache, dass man denkt, man hat alles Erdenkliche getan, sich an alle Vorgaben gehalten und wird man schnell eines Besseren belehrt. Anscheinend werden die Vorgaben durch das Land Hessen so schnell und komplex überarbeitet, dass einem einfach die Luft wegbleibt. Von der Lust ein solches Ehrenamt zu führen ganz abgesehen. Wenn hier nicht bald was passiert und der Regulierungswahn eingestellt wird, sehe ich für das Ehrenamt Feuerwehr für die Zukunft schwarz. Ich hoffe, dass das die Politik in Wiesbaden auch bald kapiert und umsetzt und nicht nur Reden schwingt", mahnte Adolph.

Dank ging abschließend an die Stadtverwaltung Ulrichstein mit Bürgermeister Dr. Scharmann an der Spitze, den politisch Verantwortlichen Gremien und dem Wehrführerausschuss, hier besonders an Jens Patrick Schmitz für seine geleisteten Dienste als Stadtbrandinspektor und dass er auch noch weiter tatkräftig die Feuerwehr unterstützt. Positive Berichte gab es anschließend von der Alters- und Ehrenabteilung, der Sprecherin der Frauen und der Stadtjugendfeuerwehrwartin.

Abschluss nach den Ehrungen waren die Beförderungen. Es wurden Sascha Götz, Jens Fuchs, Johannes Lang, Tobias Henkel und Jürgen Albrecht zum Löschmeister, Tobias Kroll zum Hauptlöschmeister und Alexander Adolph zum Hauptbrandmeister befördert. (gr) +++

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