Nicht direkt ansprechen
Suche nach sechsjährigem Pawlos geht auch nach einer Woche weiter
Foto: picture alliance/dpa | Andreas Arnold
02.04.2025 / WIESBADEN/WEILBURG - Der sechsjährige Pawlos Dawit Gerezgiher Guesh wird seit dem 25. März vermisst, zuletzt gesehen wurde er am Bahnhof im Weilburg im Landkreis Limburg-Weilburg. Die Polizei setzt ihre Suchaktion fort und konzentriert sich nun auf Orte, die der autistische Junge kennt.
Noch bis Freitag will die Polizei ihre Suchaktion wie bisher weiterführen, dann aber eine Neubewertung der Lage vornehmen, wie ein Polizeisprecher gegenüber dem Hessischen Rundfunk erklärte. Inzwischen werde sich aber auf die Orte konzentriert, die der Sechsjährige gut kennt, vor allem den Bahnhof in Weilburg sowie die Gegend rund um seine Schule. Obwohl bereits Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen sind, gibt es bisher keine weiteren Erkenntnisse zu Pawlos' Aufenthaltsort. Auch die Wasserschutzpolizei und eine Einsatzgruppe der Kriminalpolizei helfen bei der Suche. Zudem liefern für die Luftaufklärung ausgerüstete Eurofighter hochauflösende Bilder, um das Kind zu finden.
Nicht direkt ansprechen
Neben der Öffentlichkeitsfahndung nutzt die Polizei auch digitale Informationstafeln, etwa an Raststätten, Flughäfen und Bahnhöfen, um die Bevölkerung in die Suche einzubeziehen. Der Sechsjährige ist bereits am 25. März nachmittags ohne ersichtlichen Grund von der Walderbachschule in Weilburg davongelaufen. Obwohl ein Video aufgetaucht war, in dem Pawlos in Begleitung eines Mannes gesehen wurde, geht die Polizei weiter von einem Vermisstenfall aus. Weil der Sechsjährige autistisch veranlagt ist, wird zudem empfohlen, ihn nicht direkt anzusprechen, sondern den Polizeinotruf 110 zu wählen oder sich an eine Polizeidienststelle zu wenden. (mau) +++