Impulsvortrag im Kloster
"Freut Euch in der Hoffnung" - Walldürnwallfahrer am Frauenberg

Fotos: Winfried Möller
29.03.2025 / FULDA - Der diesjährige Einkehrtag der Walldürnwallfahrerinnen und -wallfahrer am Fuldaer Frauenberg stand unter dem Walldürner Jahresthema "Freut euch in der Hoffnung" (Röm 12,12). Den Impulsvortrag hielt Provinzial Pater Cornelius Bohl, OFM vom Kloster Frauenberg.
Gehen mit den Füßen könne zeigen, wie Leben und Glauben gehe, so der Referent. Am Anfang stehe die Frage, wer man sei, welche Ziele, Hoffnungen und Ängste man habe. Man komme an Wegkreuzungen, die Entscheidungen forderten und die auch in "Sackgassen" führen könnten. Von einer solchen "Sackgasse" berichte die Geschichte vom "Verlorenen Sohn" Erst in der Fremde ohne Perspektive habe er zurückkehren können auf den richtigen Weg. Wenn man unterwegs sei, wie nach Walldürn, müsse man entscheiden, was man mitnehme, worauf man verzichten könne.
"Pilgern heißt, in kleinen Schritten zu gehen"
Wie der Weg aber wirklich sei, ob er zum Ziel führe, sich lohne, welche Schwierigkeiten man erfahre, erfordere den ersten Schritt zu tun. So heiße Pilgern mit kleinen Schritten langsam auf das Ziel zuzugehen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und auf die Stimme Gottes zu hören. Besonders die biblischen Texte der Karwoche zeigten, wie schwierig Nachfolge sei. Die Jünger hätten gezweifelt, sodass Jesus fragte, ob auch sie in verlassen wollten. Petrus gar habe geleugnet, dass er ein Jünger Jesu sei. Doch unter Tränen habe er zurückgefunden zu Jesus. Als weiter Beispiele nannte Pater Claudius Bohl OFM Simon von Cyrene, der "gezwungenermaßen" zu Jesus gefunden hat oder Maria und Johannes, die in Treue den Weg Jesu mitgegangen sind und bis zum Ende am Kreuz durchgehalten haben. Die österliche Bußzeit lade ein, sich neu auf den Weg zu Jeus und zu den Menschen zu machen.