Auf Point Alpha
Austausch und Kooperation zur Stärkung der Demokratie und politischen Bildung
Foto: Bistum Fulda
30.03.2025 / GEISA - Angesichts der aktuellen Herausforderungen durch Populismus und Extremismus in der Gesellschaft, ist eine starke, demokratische und plurale Landschaft der politischen Bildung wichtiger denn je. In diesem Zusammenhang fand ein intensiver Austausch zwischen der Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke (AKSB), Frau Andrea Rühmann, und dem Vorstand der Point Alpha Stiftung statt. Begleitet wurde Frau Rühmann von Gunter Geiger, Vorsitzender der AKSB und Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Fulda
Der Point Alpha Stiftungsvorstand, Herr Philipp Metzler, empfing die beiden Gäste zu einem ausführlichen Gespräch und Rundgang durch die musealen Ausstellungen. Der Schwerpunkt des Besuchs lag auf laufenden Projekten sowie den geplanten Vorhaben der beiden Institutionen. Für Frau Rühmann war es der erste Besuch auf Point Alpha, bei dem sie sich ein Bild über die Aufgaben und Herausforderungen der Gedenkstätte verschaffte.
"Die politische Bildung ist gegenwärtig enorm gefordert", erklärten alle Gesprächspartner übereinstimmend. In einer Zeit, in der Demokratien zunehmend unter Druck geraten und von innen heraus angegriffen werden, sei es wichtiger denn je, für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten und ihren unschätzbaren Wert im Vergleich zu autokratischen Systemen deutlich zu machen. Besonders wichtig sei dies im Umgang mit jungen Menschen, so Frau Rühmann. "Die AKSB fühlt sich besonders der politischen Jugendbildung verpflichtet", fügte sie hinzu.
Metzler unterstrich die Parallelen der Arbeit von Point Alpha und der AKSB: "Beide Institutionen setzen sich für eine politische und historische Bildung ein, die Menschen befähigt, ihre eigene Situation im Kontext von Geschichte und gesellschaftlichen Entwicklungen zu reflektieren. Es geht darum, politisches Urteilsvermögen zu entwickeln und eigenverantwortlich demokratische Prozesse mitzugestalten."
"Die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte soll zur Reflexion anregen und uns für die Verantwortung sensibilisieren, die aus dieser Geschichte erwächst", so Geiger. In diesem Sinne laden beide Institutionen bei ihren Veranstaltungen zur Auseinandersetzung mit der Geschichte ein, bei der die Bedeutung von Erinnerung für eine friedliche Zukunft hervorgehoben.
Der Austausch zwischen den beiden Institutionen war ein fruchtbarer Dialog über die aktuellen Herausforderungen in der politischen Bildung und die Notwendigkeit einer gemeinsamen Anstrengung, die Demokratie in einer zunehmend polarisierten Welt zu stärken. (nia/pm) +++