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"Leben in Koffer gepackt"

Drei Jahre Überfall auf Ukraine: Solidaritätsmarsch und Friedensgottesdienst

Solidaritätsmarsch für die Ukraine am Montagabend auf dem Uniplatz in Fulda
Fotos: Marius Auth

25.02.2025 / FULDA - Zum dritten Jahrestag des Überfalls auf die Ukraine zeigten am Montagabend rund 80 Menschen beim Solidaritätsmarsch durch die Innenstadt von Fulda Flagge. Beim anschließenden Friedensgottesdienst im Fuldaer Dom wurde für die Menschen in der Ukraine gebetet.



Aufgerufen zum Solidaritätsmarsch hatte der Verein "People for People Fulda Ukraine Aid Fulda". Stefan Faulstich und Andreas Goerke vom Verein waren vor Ort. "Wir haben inzwischen 50 Mitglieder. Direkt am 24. August 2022, dem Unabhängigkeitstag der Ukraine, erfolgte die Vereinsgründung. Regionale Hilfsgruppen und Vereine waren beteiligt, unter anderem der Verein der Köche Fulda, die Rhöner Nachbarschaftshilfe und das Bündnis Fulda stellt sich quer. Wir hatten mit dem Verein der Köche früher bereits die ukrainische Jugendnationalmannschaft unterstützt, deswegen waren bereits Verbindungen vorhanden", erklärte Faulstich, der auch Vorsitzende des Vereins der Köche Fulda ist.

Leben in einen Koffer gepackt

Im März findet bereits der 46. Transport des Vereins "People for People Fulda Ukraine Aid Fulda" in die Ukraine statt: "Vom Sprinter bis zu ganzen Lkw-Ladungen reicht der Umfang. Wir haben auch schon Köchen, Messebauern und Gastronomen aus der Ukraine Arbeitsplätze in der Region vermittelt", so Faulstich. Galina Kremetz aus der Ukraine erläuterte, was der Ausbruch des Kriegs für die Zivilbevölkerung bedeutet hat: "Vor drei Jahren packten wir unser Leben in einen einzigen Koffer und machten uns auf den Weg, um unser Leben und das unserer Kinder zu retten vor russischen Raketen. Viele von uns haben ihre Heimat bereits 2014 verlassen. Wir glaubten, es sei nur vorübergehend. Doch dieses Vorübergehen dauert bis heute an."

Über den Borgiasplatz ging der Solidaritätsmarsch zum Unterm Heilig Kreuz, in die Friedrichstraße und dann zum Dom. Dort zelebrierten der Weihbischof und Bischofsvikar für die Weltkirche, Prof. Dr. Karlheinz Diez, der Dekan des Kirchenkreises Fulda, Dr. Thorsten Waap, sowie Pfarrer Ivan Hnativ von der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche den Friedensgottesdienst. Ferner wirkte Pastoralassistent Ivan Kolodii (Gesang) mit. (mau) +++

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