Luftgewehr-Toptalent Viktoria von Schönfels
Schützin und Tochter des DSB-Präsidenten als Schüler-Praktikantin: "Tolle Zeit"
DSB-Medienarbeit beim Bundesligafinale in Rotenburg.
Foto: goa
25.02.2025 / GREBENHAIN -
Viktoria von Schönfels ist 16 Jahre alt und besucht das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Lauterbach. Die in Grebenhain / Hochwaldhausen-Ilbeshausen wohnhafte Schülerin ist eine herausragend talentierte aktive Luftgewehr-Schützin beim Schützenverein Lanzenhain: bei einem Juniorenwettkampf schrammte sie Ende 2024 mit 399 Ringen nur haarscharf am Traumergebnis von 400 vorbei – gerade im Nachwuchsbereich ein äußerst seltenes Spitzenresultat.
Doch Viktorias Interesse am Sportschießen, das sie seit 2017 betreibt, geht weit über das aktive Schießen hinaus. Soeben absolvierte sie ein zweiwöchiges Schulpraktikum beim Präsidium des Deutschen Schützenbundes in Wiesbaden. Kein Wunder: ihr Vater Hans-Heinrich von Schönfels ist seit 2017 Präsident des DSB, mit 1,35 Millionen Mitgliedern und über 14.000 Vereinen einem der größten bundesweiten Sportverbände; zuvor wvar er DSB-Vizepräsident und Präsident des Hessischen Schützenverbandes. Viktorias Praktikum hätte kaum günstiger fallen können: Das spektakuläre Bundesliga-Finalwochenende in Rotenburg konnte sie komplett begleiten und sich aktiv in der DSB-Medienarbeit einbringen, der Besuch einer internationalen Delegation des ISSF beim DSB bildete einen weiteren Höhepunkt.
"Ich konnte mich mit den Siegern im Jubeltaumel mitfreuen"
"Der DSB hat in seiner Geschäftsstelle viele Einzelbereiche besetzt wie Aus- und Fortbildung, Brauchtum, Sport und die Bundestrainer. Ich durfte überall hineinschauen und mitarbeiten", blickt Viktoria zurück. "Mein absolutes Highlight war natürlich das sehr intensive Spektakel des Bundesliga-Finalwochenendes in Rotenburg, wo ich vom Aufbau und den vielen Besprechungen bis zum Abbau dabei war. Ich konnte, ausgerüstet mit einer Fotokamera des DSB, ganz dicht am Geschehen und den internationalen Top-Athleten sein. Meine Fotos und Videos wurden von der Öffentlichkeitsarbeit des DSB sofort für die Social-Media-Kanäle genutzt."
Viktoria erlebte ihr geliebtes Sportschießen auf allerhöchstem Niveau, verbunden mit purer Emotion: "Ich konnte mich mit den Siegern im Jubeltaumel mitfreuen, habe aber auch mal die Tränen der Enttäuschung unmittelbar mitbekommen." Dabei seien selbst die internationalen Stars wie Olympia-Teilnehmerin Anna Janßen immer sehr sympathisch, nahbar und ohne Allüren.
Lea Ruppel als beste Schützin der ganzen Bundesligasaison geehrt
Besonders schön: mit der aus dem Vogelsbergort Herbstein stammenden Luftgewehr-Schützin Lea Ruppel wurde eine ihr sehr gut bekannte Starterin nicht nur Deutsche Mannschaftsmeisterin mit Hubertus Elsen, sondern auch noch als beste Schützin der ganzen Bundesligasaison geehrt: eine gute Bekannte als sportliches Vorbild. Mit Leas jüngerer Schwester Maja schießt Viktoria in der Lanzenhainer Juniorenmannschaft.
Weil das stimmungsgewaltige Bundesligafinale, das in Deutschland auch ein Medienereignis ist, international als einzigartig gilt, nutzte eine hochkarätig besetzte Delegation des ISSF die Gelegenheit, den von ihrem Vater Hans-Heinrich als DSB-Präsident geleiteten Arbeitsbesuch beim DSB in Wiesbaden mit einer Reise nach Rotenburg zu verbinden. "Die Delegationsteilnehmer aus den anderen Ländern waren total begeistert von den Abläufen und der Stimmung der Fans in der Halle – das sei für sie eine tolle Anregung, die sie mitnehmen würden", beschreibt Viktoria ihre Eindrücke.
Doch auch das Kennenlernen der Abläufe in der DSB-Bundesgeschäftsstelle mit seinen 45 Mitarbeitenden in Bereichen wie der Geschäftsleitung, Buchhaltung oder dem Eventmanagement sowie dem angegliederten Olympia-Stützpunkt als Schießstandanlage seien hochinteressant und vielfältig gewesen. "Das Praktikum hätte gerne noch länger dauern dürfen, es war eine tolle Zeit", zieht Viktoria eine begeisterte Bilanz der zwei Wochen, die ihr einen spannenden Blick hinter die Kulissen ihres leidenschaftlichen Hobbys gewährte.
Der Name verpflichtet
Rein sportlich hat im Hause von Schönfels übrigens auch gerade ein familieninternes Battle begonnen: Viktorias jüngerer Bruder Laurin sitzt ihr ergebnistechnisch bereits im Nacken. "Er ist schon ganz schön dich an mir dran", lächelt Viktoria verschmitzt. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen und zu hoffen, dass man an der sportlichen Entwicklung der beiden Vogelsberger Top-Talente noch viel Freude haben wird. Vielleicht sieht man sie bald mal wieder beim Bundesligafinale: mit dem Luftgewehr statt der Kamera. (goa)+++