Im ganzen Bistum
1700 Jahre Konzil von Nizäa – Veranstaltungsreihe startet in Fulda
Foto: Bistum Fulda
21.02.2025 / FULDA -
Mit verschiedenen Veranstaltungen im ganzen Bistum zum Konzilsjubiläum will das Dezernat Theologische Bildung die Relevanz für die Glaubensentscheidungen, die vor 1700 Jahren auf dem ersten ökumenischen Konzil getroffen wurden, herausarbeiten. Die erste Perspektive legt den Schwerpunkt auf die historischen Rahmenbedingungen.
Am Dienstag begann im Auditorium maximum der Theologischen Fakultät Fulda eine Veranstaltungsreihe des Dezernats Theologische Bildung im Bistum Fulda zum Jubiläum 1700 Jahre Konzil von Nizäa. Die von Dr. Marco Bonacker, Leiter der Abteilung Bildung und Kultur, und Dr. Ulrich Hausmann, Bildungsreferent im Bildungsforum St. Michael Kassel, organisierte Reihe beleuchtet das erste Konzil der Weltkirche, auf dem verbindliche Glaubensgrundsätze wie das trinitarische Gottesbild und die Einheit in der Dreifaltigkeit als ökumenisches Prinzip vereinbart wurden. Die beiden Verantwortlichen betonen: "Uns ist wichtig aus historischer, ökumenischer, interreligiöser, säkularer und spiritueller Perspektive auf das Konzil zu schauen. Die Veranstaltungen finden zudem an verschiedenen Orten des Bistums (Fulda, Kassel, Marburg, Salmünster) statt und werden zudem online übertragen, so dass Interessierte in Präsenz oder von zuhause aus teilnehmen können. Damit ermöglichen wir eine breite Beteiligung."
Unter dem Titel "Von Umwegen, Irrwegen und Abwegen – Unterwegs zum Glaubensbekenntnis von Nizäa" schilderte der Kirchenhistoriker Dr. Fabian Sieber von der Theologischen Fakultät Fulda die Hintergründe des vor 1700 Jahren in Nizäa bei Konstantinopel stattgefundenen Konzils. Behandelt wurden der jahrelange Streit zwischen Arius und seinem Bischof Alexander von Alexandria und der Wettstreit der damaligen Patriarchate Alexandria, Antiochia, Jerusalem und Konstantinopel gleichermaßen wie der Einfluss von Kaiser Konstantin auf das Konzil zur Wahrung der kirchlichen Einheit. Es ging dabei um die ganz entscheidende Frage, wer Jesus wirklich war und ob er Gott oder nur als ein besonderer Teil der Schöpfung zu betrachten sei.
Gläubigen an der göttlichen Natur Anteil erhalten und ihr Menschsein in Gottebenbildlichkeit verwirklichen. Dies gelte es in diesem Jubiläumsjahr zu reflektieren und auch gebührend zu feiern.
Nach dem Vortrag traten die über 40 Teilnehmer in eine lebhafte Diskussion, an der sich u.a. auch der Rektor der Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Cornelius Roth, beteiligte. Die Veranstaltung stellte somit einen gelungenen Auftakt der Reihe dar, welche im März mit zwei weiteren Veranstaltungen fortgesetzt wird. Der Flyer zur Veranstaltungsreihe kann über bildung@bistum-fulda.de angefordert werden. (mp/ pm) +++