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RhönEnergie und OsthessenNetz betroffen

Tarifrunde öffentlicher Dienst: Verdi ruft zum Streik auf

Die Gewerkschaft Verdi ruft zum Streik auf.
Symbolbild: O|N/Christopher Göbel

20.02.2025 / REGION - Da es auch am 17./18. Februar in der zweiten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen keine Verhandlungszusagen zu konkreten Verbesserungen im Tarifvertrag Versorgungsbetriebe (TV-V) gab, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) Beschäftigte und Auszubildende in Betrieben, die unter den TV-V fallen, für den 20. Februar bundesweit zum Warnstreik aufgerufen. Davon ist in Osthessen auch die RhönEnergie und die OsthessenNetz GmbH betroffen.



An mehreren Orten werden sich an diesem Branchenwarnstreiktag Beschäftigte für eine Weiterentwicklung ihres Tarifvertrages einsetzen. "Die Beschäftigten in den Stadtwerken, den Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieben sowie in der Müllverbrennung arbeiten seit Jahren am Limit. Sie sollen Energiewende, Klimafolgenanpassung und Digitalisierung schaffen – und dabei ununterbrochen 24/7 sicher versorgen. Gleichzeitig leiden sie unter dem Druck durch Arbeitsverdichtung und unbesetzte Stellen", betont Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz-Dethlefsen.

Energiebranche leidet enorm unter Fachkräftemangel

Eine aktuelle Studie habe ergeben, dass die Energiebranche massiv unter Fachkräftemangel leide. Innerhalb eines Jahres sei der Anteil von Unternehmen, die Schwierigkeiten haben, freie Stellen zu besetzen, um 29 Prozent auf jetzt 92 Prozent gestiegen. Es sei dringend notwendig, Fachkräfte zu halten und zu gewinnen. Das sei jedoch nur mit guten Arbeitsbedingungen und einer besseren Entlohnung möglich. Das Gleiche gelte in der Wasser- und der Abfallwirtschaft. Auch hier gebe es eine deutliche Arbeitsbelastung und einen hohen Bedarf an Arbeitskräften. Es bestehe also ein dringender Handlungsbedarf. "Wir wollen mit einem attraktiven Tarifvertrag mehr Kolleginnen und Kollegen halten und gewinnen, um die Qualität für die Bürgerinnen und Bürger zu sichern und um Entlastung für die Beschäftigten zu erreichen", erklärt Schmitz-Dethlefsen.

Keine Demonstrationen oder Kundegebungen nach Anschlag in München

Bestreikt werden am 20. Februar bundesweit Stadtwerke, Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetriebe sowie Müllverbrennungsanlagen. Es wird keine Demonstration geben und auch keine Kundgebung stattfinden. Aus Respekt und Trauer gegenüber den Opfern des Anschlags am vergangenen Donnerstag in München, nach dem zwei Menschen ihr Leben verloren haben und viele weitere verletzt wurden, werden die Streikmaßnahmen als stille Streiks vor und in den jeweiligen Betrieben durchgeführt. Direkte Auswirkungen sind für die Bürgerinnen und Bürger zunächst nicht zu erwarten. (pm/kku)+++

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