✕

Zahlreiche Alarmierungen

Einsatzkräfte sind die Helden unserer Zeit: Hilfe, egal wie kalt es ist

Löscheinsatz am Dienstagmorgen bei minus neun Grad auf der A7 bei Kirchheim-Reckerode
Fotos: FF Kirchheim/Carina Jirsch und Hans-Hubertus Braune

20.02.2025 / KOMMENTAR - Sie sind die wahren Helden: Trotz der aktuell eisigen Kälte sind die Männer und Frauen der Hilfs- und Rettungsorganisationen Tag und Nacht für uns da. Diese Hilfsbereitschaft kann man nicht oft genug in den Mittelpunkt stellen.

Egal, ob Hauptamt oder Ehrenamt - wenn der Melder piepst, sind sie da. Wenn es sein muss, auch mitten in der Nacht. Stellvertretend für alle Organisationen seien hier die Feuerwehren aus Kirchheim und Bad Hersfeld erwähnt.

Die Kirchheimer wurden in der Nacht zum Dienstag doppelt alarmiert. Zunächst zu einer unklaren Rauchentwicklung in einem Gebäude im Kernort. Gegen fünf Uhr am frühen Dienstagmorgen ging es dann raus auf die Autobahn A7. Ein Lastwagen stand in Vollbrand. Bei minus neun Grad stehen sie auf der Piste, das Löschwasser und der Schaum gefrieren nicht nur auf der Straße, sondern auch an den Helmen und Einsatzklamotten.

"Das, was hier die Einsatzkräfte geleistet haben bei -9 °C ist, fast unmenschlich und gehört mal besonders erwähnt und gedankt", kommentiert später der ehemalige Gemeindebrandinspektor Thomas Schneemilch auf Facebook. Recht hat er. Es ist keinesfalls selbstverständlich, dass die Kameradinnen und Kameraden in der Nacht aufstehen, die Scheiben ihrer Autos freikratzen, zum Gerätehaus fahren und dann in den Einsatz, um mehrere Stunden später an die Arbeit oder Schule zu gehen.

Dieses Engagement muss auch die Politik immer im Hinterkopf haben und die Organisationen entsprechend unterstützen - warme Worte sind nett, aber nicht ausreichend.


Am Dienstagnachmittag rückte die Feuerwehr Bad Hersfeld zu einem Einsatz ebenfalls auf der A7 aus. Ein Kleintransporter war auf einen Lastwagen aufgefahren. Der Fahrer wurde massiv in seiner Fahrerkabine eingeklemmt. Während sich die Besatzungen von zwei Rettungswagen und dem Rettungshubschrauber Christoph 7 um die Betreuung des schwer verletzten Mannes kümmerten, sorgten die Feuerwehrleute dafür, dass der Mann nach rund einer Stunde aus seinem Fahrzeug befreit werden konnte.

Neben der mentalen und körperlichen Belastung - sie tun alles, um die verletzte Person zu retten und damit zu helfen - arbeiten sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unter Hochdruck.

Wenn Sie das Pech haben, in einem Stau zu stehen, denken Sie immer daran. Vorne stehen Männer und Frauen, um Mitmenschen in deren Not zu helfen. Sie tun dies für die Allgemeinheit. Das macht sie zu Helden unserer Zeit - gerade, wo Bedrohungen und Anfeindungen leider immer wieder für Frust und Enttäuschungen sorgen - egal, wie kalt oder warm es ist. (Hans-Hubertus Braune) +++

X