Von Haushaltswaren bis Hochzeitskleid

"Lebendig": AWO Kaufhaus am Aschenberg verbindet Nachhaltigkeit mit Freude

Ein Ort der Kaufgelegenheiten, der Nachhaltigkeit und der Begegnung - das AWO "Kaufhaus mit Herz"
Fotos: Mia Schmitt

20.02.2025 / FULDA - Von der Kuchengabel, über Möbel und Bücher bis hin zum Hochzeitskleid - "Hier bei uns im AWO 'Kaufhaus mit Herz' gibt es alles, was das Herz begehrt", verkündet Verena Schulenberg, Verantwortliche für den Kleiderladen. Für sie ist klar: "Das ist ein Ort der Kaufgelegenheiten, der Nachhaltigkeit und der Begegnung."



"Das Kaufhaus gibt es bereits seit 2017", sagt Wolfram Latsch, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbands Fulda. "Das Kaufhaus gibt es schon seit 2017. Es wurde damals als Kooperationsprojekt zwischen der Diakonie und der AWO Fulda gegründet. Jetzt hat die Diakonie entschieden, das Angebot ihres Kleiderladens komplett aufzugeben und wir als AWO wollten, dass dieses wichtige Angebot am Aschenberg weiterhin besteht. Das ist jetzt zum 1. Januar 2025 passiert." Das Kaufhaus mit Herz, Einhardstraße 56, Fulda hat montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

"Für wenig Geld findet man hier wahre Schätze"

Latsch erklärte weiter: "Das diakonische Werk hatte schon seit Jahren hier oben am Aschenberg einen Kleiderladen und irgendwann hat die AWO die Möglichkeit gefunden, hier diese Räume zu bekommen. Wir dachten, es wäre gut, wenn wir auch Haushaltswaren und Möbel anbieten, weil es das hier einfach nicht gab. Für viele, auch ältere Menschen ist der Weg in die Stadt oft zu weit und sie sind jetzt froh, dass sie ortsnah ein Angebot finden können. Und zu dieser Zeit hat die Diakonie neue Räume gesucht und so kam es zu der Zusammenarbeit."

Jetzt ist für den Geschäftsführer klar: "Wir wollen wieder Aufmerksamkeit in Richtung AWO Kaufhaus mit Herz am Aschenberg lenken." Frank Menningen, der von allen nur Paul genannt wird, ist Leiter des AWO-Kaufhauses und sagt: "Der Laden ist ein Ort für alle ohne jegliche Gewinnabsicht. Für wenig Geld findet man hier wahre Schätze." Schulenberg ergänzt: "Wir wollen zeigen, dass Secondhand etwas Modernes ist. Für die breite Bevölkerung und ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit."

Gut erhaltene Artikel

Neben der Kleidung sind laut Menningen vor allem alltägliche, nützliche Dinge, wie Pfannen und Möbel, sehr angefragt. "Es ist ein schöner, geschützter Raum, um hier mit jungen Menschen aktiv zu werden und zu arbeiten. Die Kunden freuen sich immer über neue, gut erhaltene Sachen. Das Kaufhaus lebt selbstverständlich von Spenden und wir freuen uns natürlich, wenn neue Dinge einziehen", beschreibt Schulenberg das Geschäftsmodell. Sie betont: "Jeder ist willkommen. Wir haben zivile Preise und Kunden jeglicher Altersklasse, die für uns wie Familie sind."

Aber nicht nur innerhalb des Aschenbergs wird der Laden genutzt. So erklärt Menningen: "Wir haben auch viele Kunden von außerhalb, die unser nachhaltiges Angebot schätzen und unterstützen. Zusammen mit Elena Gelewerja kümmere ich mich um die gespendeten Artikel. Verena Schulenberg sortiert die Kleidung und schaut, was wir mit ins Sortiment aufnehmen."

Für Geschäftsführer Latsch ist klar: "Das Kaufhaus wird im Grunde betrieben von der AWO, kann aber auch nur mit ehrenamtlichen Helfern funktionieren." Abschließend sagt Schulenberg: "Ich hoffe, das wird ein toller, gemeinschaftlicher Ort der AWO, mit dem wir Nachhaltigkeit und die Lebendigkeit des Ortes übermitteln können. Außerdem freuen wir uns immer über junge Leute, die hier hauptberufliche oder ehrenamtliche Berufe finden wollen." (Mia Schmitt) +++

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