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Wildpark sucht krankheitsbedingt neuen Leiter

Normalität naht: Ende der Präventionsmaßnahmen zu Maul- und Klauenseuche

Die Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Norddeutschland wurden wieder zurückgenommen.
Archivfoto: O|N/Julia Schuchardt

20.02.2025 / GERSFELD (RHÖN) - Aufatmen im Tierpark Gersfeld - die Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Norddeutschland wurden mittlerweile wieder zurückgenommen. "Nach Rücksprache mit unserer tierärztlichen Betreuung und dem Veterinäramt beim Landkreis Fulda werden diese als nicht mehr notwendig erachtet. Damit ist etwa das begehbare Dammwildgehege wieder wie gewohnt für unsere Besucher geöffnet und ein Futterverkauf findet wieder statt", erklärt Bürgermeister Dr. Steffen Korell.


Mitte Januar kam die Nachricht: "Streichelzoo im Wildpark Gersfeld geschlossen - Auch Futterverkauf eingestellt" (OSTHESSEN|NEWS berichtete). "Da wir den direkten Kontakt zu den Tieren mit diesen Maßnahmen ausgeschlossen haben, müssen wir den Wildpark nicht komplett schließen. Seitens des Veterinäramtes ist es unproblematisch, wenn weiterhin Besucher kommen. Von daher sind die beliebten Spaziergänge weiterhin möglich", erklärte der Bürgermeister.

Tierschutz steht im Fokus

Doch leider kehrt noch nicht alles zur Normalität zurück: "Da die Afrikanische Schweinepest (ASP) aber noch ein Risiko darstellt, müssen wir die Fütterungsstellen an den Schweinegehegen noch geschlossen halten und bitten unsere Besucher auch dringend darum, kein mitgebrachtes Futter an unsere Schweine zu verfüttern und diese nicht zu streicheln."

"Auch der Streichelzoo ist noch nicht wieder geöffnet. An dem Ort, an dem sich der Streichelzoo bislang befand, soll der neue Wirtschaftshof des Wildparks gebaut werden und demnächst werden weitere Vorbereitungsmaßnahmen für diesen Bau stattfinden", so Korell. Genauer erklärt er auf O|N-Anfrage: "Der Streichelzoo wird nicht an die Stelle zurückkehren, aber wir setzen uns mit Liebe und Mühe dafür ein, dass die Bauarbeiten und das Gehege tiergerecht gestaltet wird."

Die Stelle der Wildparkleitung wird krankheitsbedingt umbesetzt

Wie lange es dauert, bis alles wieder "normal" ist, kann Bürgermeister Korell allerdings noch nicht sagen. Das sei aber kein Grund, den Tierpark zu meiden: "Besonders morgens und abends, wenn die Sonne scheint, besuchen viele Leute unseren Tierpark." Gleichzeitig appelliert er an die Besucher: "Ich bitte darum, sich an die Aushänge zu halten und das eingeschränkte Fütterungsverbot zu berücksichtigen. Letztendlich geht es um den Tierschutz." Im Frühjahr kommt dann sicher die freudige Überraschung: Tierbabys werden erwartet.

Veränderungen erwarten aber nicht nur die tierischen Bewohner. "Die Stelle der Wildparkleitung ist frei geworden und die wollen wir schnellstmöglich neu besetzen. Am 1. April wollen wir einen neuen begabten Tierpfleger oder eine begabte Tierpflegerin in unserem Team willkommen heißen"; erklärt Bürgermeister Korell gegenüber O|N. "Wir haben uns im Guten von Julian Kusak getrennt. Leider hat das persönliche Gründe, die auf eine Krankheit zurückzuführen sind." (Mia Schmitt) +++

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