Wie sicher ist Hessens größter ROMO-Umzug?
"Keine 100-prozentige Sicherheit, aber ein maximales Sicherheitsgefühl"
Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin
20.02.2025 / FULDA -
Am 3. März ist es endlich so weit. Der karnevalistische Höhepunkt steht vor der Tür: Rosenmontag! Mit dem traditionell längsten närrischen Lindwurm und größten ROMO-Umzug in ganz Hessen, fantasievollen bunten Outfits und Karnevalisten aus der ganzen Region gilt der Rosenmontag in Fulda als ein Muss für alle Fastnachts-Fans. Über 70.000 Menschen werden erwartet. Doch neben dem Spaß und dem fröhlichen Zusammensein steht natürlich die Sicherheit im Fokus. Gerade in Zeiten von Terror.
"Wir können und wollen keine genauen Informationen zum diesjährigen Sicherheitskonzept an Rosenmontag preisgeben, um keine möglichen Lücken zu benennen", sagt Oliver Weißenberger, Präsident der Fuldaer Karnevals-Gesellschaft (FKG) gegenüber OSTHESSEN|NEWS. Gleichzeitig betont er: "Es gibt keine 100-prozentige Sicherheit, aber wir setzen uns - gemeinsam mit den Behörden - dafür ein, dass eine maximale Sicherheit gewährleistet wird und jeder eine tolle Zeit hat." Mit 4.000 aktiven Teilnehmern, 250 Zugnummern, 50 Fahrzeugen, 180 Fußgruppen und 20 Musikgruppen veranstaltet die FKG den größten Umzug weit und breit.
Absperrungen der Zufahrtswege, Rettungsdienst und Feuerwehr vor Ort
Während in anderen Städten der Rosenmontagsumzug wegen des Sicherheitskonzepts und den damit verbundenen Kostenexplosionen nicht wie gewohnt stattfinden kann, bleibt in der Hochburg Fulda alles beim Alten. "Die Polizei, das städtische Ordnungsamt, die Feuerwehr und das Rote Kreuz haben sich intensiv beraten. So wird es wie in den Jahren zuvor Absperrungen der Zufahrtswege geben und die Feuerwehr und der Rettungsdienst stehen bereit."Auch die Stadt Fulda hält sich aus Sicherheitsgründen bedeckt. So sagte Monika Kowoll-Ferger, Pressesprecherin der Stadt Fulda: "Die Strecke des Kinderumzugs und des Rosenmontagsumzugs ist in Fulda unverändert geblieben. Auch in diesem Jahr steht der Veranstalter mit der Ordnungsbehörde, der Polizei und weiteren Fachbehörden seit Monaten in regem Austausch, um sich mit der aktuellen Sicherheitslage auseinanderzusetzen. Dies schließt auch die Ereignisse des letzten Jahres ein. Die finalen Abstimmungsgespräche werden in diesen Tagen geführt."
"Medizinische Versorgung bei Unfällen und Notfällen"
Kreisbereitschaftsleiter Christian Erwin vom Deutschen Roten Kreuz Fulda erklärt auf O|N-Anfrage: "Das DRK Fulda bereitet sich sehr intensiv auf den Rosenmontag vor. Wir stehen mit anderen Sicherheitsbehörden im engen Austausch. Die Menschen können sich sicher sein: Wir stehen im Notfall bereit und werden auf mögliche Einsatzszenarien entsprechend reagieren, sodass eine schnelle medizinische Versorgung im Veranstaltungsbereich vollumfänglich sichergestellt ist."Polizei erstellt individuelle Einsatzkonzepte
Julissa Sauermann hat im Namen des Polizeipräsidiums Osthessen geantwortet: "Um den Bürgerinnen und Bürgern ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, beobachtet die hessische Polizei die Lage aufmerksam und erstellt auf Grundlage der vorliegenden Informationen – ergänzend zu den Sicherheitsmaßnahmen des verantwortlichen Veranstalters und der Kommune – individuelle Einsatzkonzepte, in denen unter anderem auch die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden."Konkret bedeutet das: "Wir treffen in enger Abstimmung mit dem Ordnungsamt Fulda rund um die Zugstrecke des Fuldaer Rosenmontagszuges Verkehrsmaßnahmen (Sperrungen und Umleitungen) und gewährleisten den Streckenschutz, damit beispielsweise keine Fußgänger zu Schaden kommen. Hier wurden in diesem Jahr aufgrund von Erfahrungswerten sowie aktuellen Gegebenheiten kleine Änderungen der polizeilichen Strecken- und Absperrposten vorgenommen." (Mia Schmitt) +++