Klingende Bergpredigt
Abschluss des Chorprojekts "Wer’s glaubt…" in Schleid und Tann
Fotos: Gerhard Gilbert
19.02.2025 / TANN (RHÖN) -
"Mit der Bergpredigt kann man keine Politik machen." Ob dieser Bismarck in den Mund gelegte Satz stimmt, mögen Politiker selbst entscheiden. Dass man mit der Bergpredigt aber wunderbare Musik machen kann, hat das Chorprojekt "Wer’s glaubt …" am vergangenen Wochenende eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Das bekannte Lied "Wer glaubt, ist nie allein" (Hagen Horoba / Christian Dostal) näherte sich dem Projekttitel nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich korrespondierte es mit den Seligpreisungen: In wechselnden chorischen Besetzungen kündete es von allumfassender Liebe, tragender Hoffnung und einem erfüllten Leben.
Mit zwei Sätzen aus Thomas Nüdling brandneuer "Missa in F" wurden die Liturgie treffend bestückt: Aus den herrlichen Linien der Saxophon-Oberstimme schälte sich sowohl im "Kyrie" als auch im "Agnus Dei" jeweils der Chorpart heraus, der mit Texten und Sologesängen seine vertiefende Wirkung fand.
Pastor Dr. Jürgen Kämpf ging in seiner Predigt in Schleid auf das Heilige Jahr 2025 ein und entfaltete anhand des dazugehörigen Schreibens von Papst Franziskus "Spes non confundit" ("Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen") die biblischen Texte des Sonntags. Es gebe keine Menschen ohne Hoffnung. Die Hoffnung der Christen liege im auferstandenen Jesus Christus.
Der Segen der Projektchor-Gottesdienste wird traditionell gemeinsam von Chor und Liturgen gespendet; so auch dieses Mal: Während "Der Chor" Josef Schäfers "Der Herr segne und behüte uns" sang, breiteten Pastor Dr. Jürgen Kämpf und Diakon Thomas Kranz (Schleid) sowie Pfarrerin Heike Dietrich (in Tann) Hände über die Gottesdienstbesucher aus und sprachen ihre Segensworte. Ein wunderbarer Abschluss eines wunderbaren Projekts.