Der Stadtpfarrer bei O|N
Impuls von Stefan Buß: "Pilger der Hoffnung im Heiligen Jahr 2025
Archivfoto: O|N/ Carina Jirsch
05.02.2025 / FULDA -
2025, in einer Zeit vieler globaler Krisen und Herausforderungen, möchte die Kirche durch das Heilige Jahr den Blick auf die Hoffnung richten und uns als "Pilger" auf einem Weg der Erneuerung und Versöhnung sehen.
Pilger sind Symbol der Demut und Suche: Ein Pilger ist jemand, der sich freiwillig auf einen oft mühevollen Weg macht, um Gott zu begegnen oder ein heiliges Ziel zu erreichen. In diesem Jahr sind alle Gläubigen eingeladen, sich als spirituelle Pilger zu sehen, die bereit sind, zu lernen, loszulassen und ihren Glauben zu vertiefen. Die Hoffnung soll Antwort auf alle Herausforderungen sein. Die Welt ist mit vielen Krisen konfrontiert, wie Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit und Kriegen. Das Jahr 2025 erinnert uns daran, dass Christen immer Hoffnung in diese Welt tragen sollen. Diese Hoffnung ist keine naive Verleugnung der Realität, sondern ein festes Vertrauen darauf, dass Gott uns nicht allein lässt.
Hoffnung wächst in der Gemeinschaft. Christen sind aufgefordert, in ihren Gemeinden und Pfarreien die Werte der Solidarität, des Friedens und der Nächstenliebe zu leben. In diesem Jahr sind alle Gläubigen weltweit eingeladen, ihre individuelle Reise des Glaubens in Gemeinschaft zu leben und einander zu stärken.
Im Jahr 2025 geht die Botschaft über die katholische Kirche hinaus. "Pilger der Hoffnung" ist ein Motto, das jeden Menschen, unabhängig von seiner Religion oder Überzeugung, ansprechen kann. Denn jeder Mensch ist auf der Suche nach Sinn, nach Liebe und nach einem tieferen Grund für das Leben. Die Kirche möchte mit dem Heiligen Jahr ein Zeichen der Einheit, des Friedens und der Hoffnung setzen und daran erinnern, dass das Menschsein selbst eine Reise ist, auf der wir einander ermutigen und stützen können. (Stefan Buß) +++