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Liquiditätskredit erhöht

Fast zwei Millionen Euro minus: Gemeinde steht vor großer Herausforderung

Die Gemeinde steht vor einer großer Herausforderung
Fotos: ON Archiv

28.01.2025 / BAD SALZSCHLIRF - Die finanzielle Lage in Bad Salzschlirf ist kritisch: Knapp zwei Millionen Euro ist die Gemeinde im Minus. Fast hätten die Gehälter nicht mehr bezahlt werden können. Das konnte glücklicherweise im letzten Moment abgewendet werden. Bürgermeister Peter Klug (FWL) bestätigt das gegenüber OSTHESSEN|NEWS.


Die vorübergehende finanzielle Rettung kam vergangene Woche: Die Gemeindevertreter stimmten mit einer großen Mehrheit dafür, dass der Liquiditätskredit von zwei auf drei Millionen Euro erhöht wird. Durch den Bankkontostand der Gemeinde von minus 1.969.795,95 Euro war das zwingend nötig. "Die zwei Millionen Euro sollten eigentlich bis Ende des Jahres ausgeglichen werden", sagt Klug. Das wird jetzt aber immer schwerer.

Der Grund für das große Minus habe laut Klug mehrere Gründe. Einer der Hauptgründe sei aber, dass die Einnahmen im Haushalt 2024 zu optimistisch geschätzt wurden. "Bisher waren es im Schnitt 840.000 Euro geplante Einnahmen, im Haushalt 2024 wurden aber 960.000 Euro eingeplant. Daher fehlen uns hier schon 120.000 Euro", sagt Klug gegenüber OSTHESSEN|NEWS.

Und er fügt hinzu: "Der Haushalt 2024 wurde noch nicht genehmigt." Man habe immer so weiter gemacht, wie bisher. Das sei ein Fehler gewesen. Auch die Schlüsselzuweisung sei niedriger ausgefallen. Statt Einnahmen erhält die Gemeinde immer mehr unbezahlte Rechnungen von Handwerkerfirmen - und mittlerweile auch viele Mahnungen.

Von der finanziellen Schieflage ist auch das Freibad betroffen. Bereits im November berichteten wir bei O|N: "Eine Eröffnung wird frühestens 2026 angestrebt." Insgesamt sollen hier 7,5 Millionen Euro investiert werden. Jetzt versucht die Gemeinde alles, um die anstehenden Zahlungen dauerhaft leisten zu können und um die große finanzielle Lücke zu schließen. Wie genau, ist allerdings noch unklar. (Moritz Pappert) +++

Bürgermeister Peter Klug (FWL)

Die Freibaderöffnung wurde bereits verschoben

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