Neujahrsempfang im Posthotel
Roman Poseck: "Wer Einsatzkräfte angreift, gehört ins Gefängnis"
Fotos: Moritz Pappert
17.01.2025 / LAUTERBACH -
Neujahrsempfang der CDU Lauterbach: Mit Hessens Innenminister und Christdemokarat Roman Poseck als Gastredner standen hier das Thema Sicherheit und die anstehende Bundestagswahl im Fokus. Dafür waren über 100 Gäste ins Posthotel nach Lauterbach (Vogelsbergkreis) gekommen, um das neue Jahr politisch einzuläuten.
Die CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Jennifer Gießler begrüßte die Gäste, allen voran Gastredner Poseck. Er sprach über die Sicherheit und auch über die wirtschaftliche Lage in Hessen und im Bund. "Von einem Musterknaben Europas, sind wir zu einem Sorgenkind Europas mutiert. Das ist nicht hausgemacht, sondern politikgemacht. Gerade in schwierigen Zeiten wollen die Menschen durch Politik eine Orientierung", sagte der Innenminister. Die Ampel habe hier versagt.
Poseck fordert konsequentere Rückführung
Auch auf die Übergriffe auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht blickte der Landesinnenminister zurück: "Bei uns hat es gravierende Übergriffe gegeben. Das sind hochgefährliche Entwicklungen, die wir nicht länger zulassen dürfen. Wir müssen die schützen, die uns schützen." Der Rechtsstaat müsse mit ganzer Härte auf diese Fälle reagieren. "Wir müssen deutlich machen, dass es sich um schwerwiegendes Unrecht handelt", konstatiert der Christdemokrat. Hier müsse auch der Strafrahmen angehoben werden. "Wer Einsatzkräfte angreift, gehört ins Gefängnis", machte er deutlich. Bei den Tätergruppen handele es sich laut Poseck überdurchschnittlich um Männer mit Migrationshintergrund. Er forderte hier eine konsequentere Rückführung bei solchen Straftaten.Zur Region Vogelsberg machte er deutlich: "Lauterbach ist eine sichere Stadt in Hessen." In Hessen liege die Aufklärungsquote bei 63 Prozent. In Lauterbach sogar bei 73 Prozent. "In Hessen sind wir Vorreiter", freut sich Poseck. Als Beispiel nennt er den Einsatz der elektronischen Fußfessel. Auch die Videoüberwachung soll ausgeweitet werden, besonders bei so genannten "Angsträumen".
Cannabis-Gesetz: "eine Zumutung"
Scharf kritisierte der Hessische Innenminister das Cannabis-Gesetz, welches von der Ampel-Regierung beschlossen wurde: "Wenn man sich dieses Gesetz durchliest, ist das ein Beispiel für vollkommen misslungene Gesetzgebung. Es ist eine Zumutung für unsere Polizei, dass sie sich um dieses Thema kümmern muss." Dieser "Fehltritt" würde mit einer CDU-Regierung rückgängig gemacht werden.