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Schutzmaßnahmen gegen Tierseuche

Streichelzoo im Wildpark Gersfeld geschlossen - Auch Futterverkauf eingestellt

Nun gibt es auch erste Maßnahmen beim Wildpark Gersfeld. "Der Streichelzoo bleibt geschlossen, ebenso wie das begehbare Dammwildgehege. Auch den Futterverkauf haben wir eingestellt."
Archivfotos: O|N/ Mathias Schmidt

17.01.2025 / GERSFELD (RHÖN) - Zum Schutz gegen Tierseuche: Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochansteckende Virusinfektion der Klauentiere (Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine). Auch Zoo- und Wildtiere können an MKS erkranken. Aus diesem Grund haben schon einige Wildparks ihren Betrieb pausiert, wie auch der Wildpark Knüll bei Homberg (Efze) im Schwalm-Eder-Kreis (OSTHESSEN|NEWS berichtete). Nun gibt es auch erste Maßnahmen beim Wildpark Gersfeld. "Der Streichelzoo bleibt geschlossen, ebenso wie das begehbare Dammwildgehege. Auch den Futterverkauf haben wir eingestellt", erklärt Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) gegenüber O|N.


"Uns liegt das Tierwohl am Herzen. Wir sind im täglichen Austausch mit dem Wildpark, unserem Tierarzt und dem Veterinäramt", erklärt Korell. Weitere Maßnahmen seien bisher nicht geplant. "Da wir den direkten Kontakt zu den Tieren mit diesen Maßnahmen ausgeschlossen haben, müssen wir den Wildpark nicht komplett schließen. Seitens des Veterinäramtes ist es unproblematisch, wenn weiterhin Besucher kommen. Von daher sind die beliebten Spaziergänge weiterhin möglich." Eine Schließung des Parks, wie in Homberg(Efze) sei daher vorerst nicht geplant. "Der Wildpark Knüll ist ja beispielsweise schon deutlich stärker auf den direkten Kontakt zwischen Mensch und Tier ausgelegt", fügt er im Gespräch mit O|N hinzu.

Tiere werden umfassend beobachtet und untersucht

Für den Menschen ist die Seuche ungefährlich. MKS ist hochinfektiös und gilt daher als eine der gravierendsten Tierseuchen überhaupt. Nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) besteht für den Menschen keine Gefahr einer Ansteckung. Die Tierseuche kann durch direkten Kontakt zwischen infizierten Tieren und durch alle Körperausscheidungen übertragen werden – beispielsweise durch Milch, Speichel, Kot oder Sperma, aber auch über die Atemluft. Schon ein Tropfen Speichel von einem infizierten Tier kann theoretisch Hunderte Schweine anstecken. "Die Tiere werden regelmäßig untersucht und werden überwacht", so Korell.

Mindestens einmal pro Woche sei die Tierärztin vor Ort. Auch wenn Wildparkleiter Julian Kusak weiterhin krankheitsbedingt seiner Arbeit nicht nachgehen kann, ist das Team im Wildpark rund um die Uhr für die Tiere da. Korell hofft derweil, dass die Situation bald vorübergeht, betont jedoch nochmal: "Es ist wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen." (Mathias Schmidt) +++

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