"So können wir beruhigter schlafen"
Schluss mit brennenden Feuerwehrhäusern: 35 Rauchmelder seit 2023 installiert
Fotos: Henrik Schmitt
17.01.2025 / FLIEDEN -
Nach Stadtallendorf (Landkreis Marburg-Biedenkopf) brannte Montag auch das Feuerwehrgerätehaus in Treffurt (Wartburgkreis). Um genau das zu verhindern, liefert die Feuerwehr Flieden die Lösung. "Zum vorbeugenden Brandschutz haben wir seit 2023 Brandmelder in unseren Fahrzeugen und den gesamten Räumlichkeiten der Feuerwehr eingebaut", sagte Lucas Schäfer, Bauamtsleiter und stellvertretender Gemeindebrandinspektor.
"Wir hatten 2023 die Idee dazu, Brandmelder in unseren Fahrzeugen und den gesamten Räumlichkeiten der Feuerwehr zu verbauen. Dann haben wir hier im Feuerwehrhaus Flieden angefangen, weil es zum einen auch die größte Liegenschaft ist, zum anderen aber auch der größte Durchgang an Personalverkehr ist", erklärte Schäfer gegenüber OSTHESSEN|NEWS.
Einsatzkräfte bekommen Alarm auf ihre Telefone
Doch wie genau funktioniert das jetzt? Das beschrieb der stellvertretende Gemeindebrandinspektor wie folgt: "Momentan bekommen fünf Mann das Signal, beziehungsweise den Alarm der Brandmelder auf ihre Telefone. Wir schreiben gerade eine Schnittstelle für die Einsatz-App, sodass dann künftig auch ein größerer Kreis alarmiert werden kann." Sollte dann bei der Abklärung der Situation mit der Feuerwehrstelle keiner erreichbar sein, folgen die Einsatzkräfte dem Alarm und kontrollieren die Situation in der Wache.Zurzeit stehen für die Feuerwehr rund 20 bis 25 Einsatzkräfte schlagartig zur Verfügung. Über Nachalarmierung können noch weitere Leute nachziehen. Außerdem informierte uns Schäfer: "Unser Wehrführer Thorsten Kress wird einen Tag in der Woche für Feuerwehrtätigkeiten freigestellt. Währenddessen kümmert es sich beispielsweise um Wartungsarbeiten."
"Da muss man einfach Vorsorge treffen"
Glücklicherweise ist bis jetzt aber noch nichts passiert. "Das, was bisher an Alarmierungen war, war gewollt, also Probealarm. Fehlalarm hatten wir eigentlich keine. Das funktioniert auch gut mit dem Ausfahren der Fahrzeuge, keine Fehlermeldungen oder ähnliches. Das System übernimmt das alles automatisch, deshalb ist es eine ziemlich sichere Sache", sagte Schäfer. 2.000 Euro für den Brandmeldeanlagenersatz
"Wir greifen zu den Brandmeldern, weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis so besser gegeben ist, als zu einer 'richtigen Brandmeldeanlage'. Zum einen ist eine feste Anlage sehr wartungsanfällig und ein weiterer Nachteil ist, dass sonst die Fahrzeuge nicht mitbetrachtet werden können", antwortete Schäfer im Interview. Dazu erklärte Wehrführer Thorsten Kress: "Wir reden über Kosten von einem Melder von rund 60 Euro, ein normaler Hausmelder, den man im Baumarkt kaufen kann, liegt bei rund 50 Euro. Die 10 Euro Differenz sind mehr als gerechtfertigt, wenn man die Sicherheit aller betrachtet." Insgesamt wurden 35 Brandmelder verbaut, die alles in allem 2.000 Euro gekostet haben sollen.