Gedenkfeier an Krätzbachbunker-Unglück
"Erinnerungen an Opfer wachhalten": Vor 80 Jahren mehr als 700 Tote
Foto: Henrik Schmitt
28.12.2024 / FULDA -
Warten, hoffen, beten - das haben die Menschen vor genau 80 Jahren getan. Die Bomben krachen auf Fulda nieder und alle suchen Schutz. Doch für die meisten wird der angeblich sichere Krätzbachbunker zur Falle des Todes: Durch die Bomben wurden beide Eingänge verschüttet. Mehr als 700 Menschen erstickten qualvoll.
Autoren machen auch einzelne Schicksale aufmerksam
Für alle Beteiligten, darunter der Oberbürgermeister, MdB Michael Brand, Pfarrer Jörg Scheer der Christuskirche, Diakon Michael Friedrich von der Stadtpfarrei Fulda und auch der Autor Günter Sagan. "Ich bin dankbar, dass es einige Autoren gibt, die Bücher über die Katastrophe veröffentlicht haben. Ganz besonders wichtig ist hier das Werk von vor zwei Jahren 'Die Katastrophe im Krätzbachbunker' von Günter Sagan. Es gibt viele Schicksale, über die wir fast nichts wissen", betonte Wingenfeld. "Es ist eine Errungenschaft, dass wir in Frieden und Freiheit leben können"
Auch der Pfarrer Jörg Scheer von der Christuskirche und Diakon Michael Friedrich von der Stadtpfarrei Fulda äußerten ihre Gedanken und Gefühle. Friedrich sagte: "Der Bombenangriff auf den Krätzbachbunker war ein Moment unfassbaren Leids. Ein Tag, der unzählige Leben ausgelöscht hat und unsere Gemeinschaft tief erschütterte. Wir sind jetzt hier, um der Opfer zu gedenken. Gleichzeitig stehen wir hier auch mit einer Hoffnung, die uns unser Glaube schenkt." Auch für Scheer steht die Erinnerung im Vordergrund: "Das Gedenken erinnert uns daran, dass Krieg und Gewalt immer Zerstörung hinterlassen. Es ist aber auch eine Mahnung, uns zu der Zeit der derzeitigen Kriege für Frieden einzusetzen."