Unterschied im Geldbeutel
Das ändert sich im neuen Jahr: Mindestlohn, Kindergeld, Deutschlandticket
Symbolbild: pixabay
27.12.2024 / REGION -
Im neuen Jahr ändert sich für Steuerzahler und Verbraucher einiges, ob beim Kindergeld, der Pflegeversicherung, dem Benzinpreis oder gar dem Briefpreis.
Mindestlohn, Grundfreibetrag, Wohngeld, Minijobs
Der gesetzliche Mindestlohn erhöht sich zum 1. Januar 2025 von 12,41 Euro auf 12,82 Euro brutto pro Stunde. Die monatliche Verdienstgrenze für Minijobs steigt von 538 auf 556 Euro. Zudem wird der steuerliche Grundfreibetrag in mehreren Schritten angehoben: von 11.604 Euro auf 11.784 Euro rückwirkend zum 1. Januar 2024 und auf 12.084 Euro im Jahr 2025. Das Wohngeld wird um durchschnittlich 15 Prozent angehoben, was für viele Betroffene eine Erhöhung von etwa 30 Euro pro Monat bedeutet.Kinderfreibetrag, Kindergeld, Kinder-Sofortzuschlag, Einkommensgrenze
Der steuerliche Kinderfreibetrag wird um 60 Euro auf 9.600 Euro pro Kind erhöht. Das Kindergeld steigt um 5 Euro auf 255 Euro pro Monat. Der Kinder-Sofortzuschlag wird ebenfalls um 5 Euro auf 25 Euro erhöht. Ab April 2025 sinkt die Einkommensgrenze für den Bezug von Elterngeld von 200.000 Euro auf 175.000 Euro.CO2-Preis
Ab dem 1. Januar 2025 müssen für jede Tonne ausgestoßenen Kohlendioxids (CO2) 55 Euro statt bisher 45 Euro gezahlt werden. Diese CO2-Abgabe wirkt sich direkt auf die Preise von Kraftstoffen wie Benzin und Diesel sowie von Heizstoffen wie Erdgas und Heizöl aus. Durch diese Preiserhöhung sollen Verbraucherinnen und Verbraucher dazu angeregt werden, weniger fossile Brennstoffe zu verbrauchen und somit ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß zu verringern und so die deutschen Klimaziele zu erreichen.Briefpreis
Die Deutsche Post stellt sich ab 2025 neu auf: Kunden müssen sich auf längere Wartezeiten bei der Briefzustellung und höhere Preise einstellen. Statt wie bisher innerhalb von zwei Werktagen, werden künftig 95 Prozent der Briefe erst nach drei Tagen zugestellt. Auch am Preiszettel dreht die Post: Der Standardbrief wird um 10 Cent teurer und kostet künftig 95 Cent. Postkarten, Kompakt-, Groß- und Maxibriefe werden ebenfalls teurer. Bei Paketen müssen Kunden ebenfalls tiefer in die Tasche greifen. Zudem ändert sich die Zustellpraxis: Pakete dürfen künftig nur noch in unmittelbarer Nähe abgegeben werden, um Kunden Wege zu ersparen.Pflegeversicherung
Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung wird zum 1. Januar 2025 um 0,2 Prozentpunkte erhöht. Die Leistungsbeträge für Pflegeleistungen steigen ab Januar 2025 um 4,5 Prozent. Ab Juli wird ein gemeinsamer Jahresbetrag von 3.539 Euro für Ersatz- und Kurzzeitpflege eingeführt.Deutschlandticket
Ab dem 1. Januar 2025 erhöht sich der Preis für das Deutschlandticket von 49 auf 58 Euro monatlich. Trotz dieser Anpassung bleibt das Angebot unschlagbar: Mit nur einem Ticket können Sie weiterhin bundesweit alle Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs nutzen – von der Buslinie in Ihrer Heimatstadt bis hin zu Regionalzügen für längere Strecken.Renten- und Krankenversicherung
Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung steigt einheitlich auf 8.050 Euro pro Monat. In der Krankenversicherung erhöht sich die Beitragsbemessungsgrenze auf 5.512,50 Euro im Monat und die Versicherungspflichtgrenze auf 6.150 Euro im Monat. (mau) +++