Bilderserie (1) von Bernd Vogt
Kirche in Not: "Koenige & Priester" singen im Dom für verfolgte Christen
Fotos: Bernd Vogt
21.11.2024 / FULDA -
Um auf die Verfolgung und Diskriminierung von Christen in aller Welt aufmerksam zu machen, wurde am Mittwochabend im Fuldaer Dom ein musikalischer Gottesdienst geboten, bei dem auch die bundesweit bekannte Band "Koenige & Priester" mitwirkte.
Das Hilfswerk "Kirche in Not" und das Bistum Fulda hatten eingeladen. Unter dem Titel "ONE HEART – Red Wednesday Edition" waren alle Menschen generationenübergreifend angesprochen, einen unvergesslichen Abend voller Leben, Musik und Glauben zu feiern. Der Anlass war allerdings ernst: Die Veranstaltung im Fuldaer Dom war Teil der internationalen Aktion "Red Wednesday", mit der das Hilfswerk "Kirche in Not" jedes Jahr im November ein Zeichen für Religionsfreiheit setzt. "Hunderte Millionen Christen leben rund um den Erdball in einem Umfeld, in dem sie gewaltsam verfolgt, diskriminiert oder an der freien Ausübung ihres Glaubens gehindert werden", erklärt "Kirche in Not"-Geschäftsführer Florian Ripka den Hintergrund der Aktion.
Menschenrecht auf Religionsfreiheit
Das Dezernat Weltkirche im Bistum Fulda ist dieses Jahr Kooperationspartner der Aktion. "Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit umfasst die Freiheit, die eigene Religion und Weltanschauung ohne Verfolgung zu bekennen und auszuüben", sagt Weihbischof Dr. Karlheinz Diez, Bischofsvikar für die Weltkirche. "Gemeinsam mit ,Kirche in Not‘ werden wir im Bistum Fulda beim diesjährigen ‚Red Wednesday‘ auf die Situation der Christen weltweit aufmerksam machen, denen dieses Grundrecht untersagt ist."Der Gottesdienst zeichnete sich durch moderne Musik, aufwändige Lichttechnik und Gemeinschaft aus. Das Konzept sollte "das Alte ehrend mit der Moderne verbinden" und "kraftvoll ein ökumenisches Zeichen für verfolgte und diskriminierte Christen weltweit" setzen. Über seine persönliche Verfolgungserfahrung sprach der koptisch-orthodoxe Christ Kiro Lindemann (geb. Khalil), der mehrere Angehörige bei einem islamistischen Attentat verloren hat. Für das Bistum Fulda stand Generalvikar Christof Steinert dem Gottesdienst vor. An seiner Seite stand in ökumenischer Verbundenheit am Buß- und Bettag die Pfarrerin der Christuskirche Fulda, Jana Koch-Zeißig.
Aufmerksamkeit durch Rot
Um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Schicksal verfolgter und benachteiligter Christen zu lenken, werden seit 2015 rund um den "Red Wednesday", der in diesem Jahr auf den 20. November fällt, Kirchen und staatliche Gebäude rot angestrahlt. Dazu zählten in den vergangenen Jahren unter anderem das Kolosseum und der Trevi-Brunnen in Rom, die Christusstatue in Rio de Janeiro, das österreichische Parlamentsgebäude sowie in Deutschland die Kathedralen von Augsburg, Freiburg, Paderborn, Passau und Regensburg. (mau/pm) +++