Im Kindertreff "Zitrone"
Staatssekretärin Manuela Strube: "Fulda gehört zu den Vorreitern in Hessen"
Fotos: Stadt Fulda
01.08.2024 / FULDA -
Im Rahmen ihrer Sommerreise hat Staatssekretärin Manuela Strube aus dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales auch den Kindertreff "Zitrone" der Stadt Fulda besucht. Der Treff arbeitet inklusiv, steht also Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren mit und ohne Beeinträchtigung offen. Strube wollte einen Einblick in die inklusive Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Fulda erhalten, die aktuell vom Ministerium gefördert wird.
Veranstaltungen seit 2019
"Inklusion hat in Fulda einen hohen Stellenwert", bestätigte Bürgermeister und Sozialdezernent Dag Wehner, der die Staatsekretärin gemeinsam mit Madeleine Heurich, Leiterin des Kindertreffs, und Dirk Meusel, stellvertretender Leiter des Jugendamtes, begrüßte. Madeleine Heurich beschrieb die Entwicklung der inklusiven Kinder- und Jugendarbeit: "Die ersten inklusiven Veranstaltungen haben wir im Jahr 2019 angeboten. Dabei haben wir schnell festgestellt, dass Kinder mit Beeinträchtigungen und ihre Familien nicht von alleine kommen. Da braucht es vertraute Personen, die zunächst eine Verbindung herstellen. So haben wir 2020 Kontakt zu verschiedenen Förderschulen in der Stadt aufgenommen, um unser Angebot bekannt zu machen." Mit Erfolg: in mehreren städtischen Kinder- und Jugendtreffs nehmen inzwischen täglich Kinder mit Beeinträchtigungen an den Angeboten teil.Der Schlüssel dabei seien meist die Eltern, so Heurich: "Für sie es ist oft neu und ungewohnt, dass sie ihr Kind in eine Einrichtung der offenen Jugendarbeit geben können. Da hilft es sehr, wenn sie erstmal dabei sein können, bis ihr Kind sich eingewöhnt hat, was eigentlich in der offenen Jugendarbeit so nicht üblich ist."
Landesförderung für Stellenaufstockung
Mit diesem Projekt konnte die Stadt Fulda auch das Ministerium überzeugen, das die Arbeit 2024 mit einer 50-prozentigen Förderung in Höhe von 21.000 Euro für notwendige Stellenaufstockungen unterstützt. Die große Herausforderung der inklusiven Kinder- und Jugendarbeit sei es, gut qualifiziertes und engagiertes Personal zu finden, da waren sich alle Beteiligten einig. Fulda habe da mit der Hochschule einen Standortvorteil, so Meusel, weil viele Studierende sich zum Beispiel als Teamende engagieren und so oft nach dem Abschluss den Weg zur Stadt als Arbeitgeberin finden.Zum Abschluss gab es neben einem Lob für die engagierte Arbeit auch noch die Einladung an das Team der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Fulda zur Beteiligung an der Erstellung eines hessenweiten Aktionsplans zum Thema Inklusion, den das Ministerium gemeinsam mit Interessierten aus den Kommunen erarbeiten will. (pm) +++