Wallschoppen im "Hannätches"

Traditionelle Flurprozession der Kirchengemeinde St. Georg

Flurprozession auf den Feldern zwischen Uffhausen und Großenlüder. 
Fotos: Jonas Wenzel

10.05.2024 / GROßENLÜDER - Tradition bei schönstem Wetter und zahlreichen Teilnehmern: Am Donnerstag fand in Großenlüder die traditionelle Flurprozession statt, die jedes Jahr an Christi Himmelfahrt zelebriert wird. Dieses bedeutende Ereignis vereint die Gemeinde in einem feierlichen Gottesdienst und einer anschließenden Prozession durch die malerische Landschaft.


"Christi Himmelfahrt" gehört zu den ältesten Festen des Kirchenjahres und war schon vor über 1.500 Jahren allgemein eingeführt. Aus der Apostelgeschichte ist überliefert, dass Jesus 40 Tage nach Ostern in Jerusalem vor den Augen der Apostel von einer Wolke in den Himmel aufgehoben wurde. Diese "leibliche" Himmelfahrt des auferstandenen Jesus ist auch Motiv vieler religiöser Bilder und Thema von Arbeiten großer Maler.

Die Veranstaltung begann mit einem Gottesdienst in der Ortsmitte von Großenlüder, geleitet von Diakon Gofryk. Im Anschluss versammelten sich etwa 300 Gläubige, um gemeinsam die Flurprozession anzutreten. Angeführt von Diakon Gofryk, der die Monstranz trug, zogen die Teilnehmer in einer feierlichen Prozession von Großenlüder aus in Richtung Uffhausen.

Prozession über vier Altäre hinweg

Entlang des Weges wurden vier Altäre aufgestellt, an denen die Prozession jeweils Halt machte, um zu beten und zu singen. Die örtlichen Vereine spielten eine aktive Rolle bei diesem Ereignis, indem sie mit Fahnenträgern und Musikkapellen teilnahmen. Unter den Teilnehmern befanden sich Mitglieder des Sportvereins DJK SSV Großenlüder und der Teutonia Großenlüder. Auch fleißig mit dabei waren die Erstkommunikanten, die Katholische Frauengemeinschaft (KFD), die Kolpinggemeinde Großenlüder sowie der Musikverein Großenlüder und der Kirchenchor, die die Prozession am Weg mit Instrumenten und Liedern begleiteten.

Die Flurprozession endete dann in der Kirche St. Georg in Großenlüder. Traditionsgemäß fand danach der "Wallschoppen" im Gasthof zum Adler, liebevoll auch "Hannätchen" genannt, statt. Hier versammelten sich die Teilnehmer zu einem gemütlichen Beisammensein und ließen den Tag in freundschaftlicher Atmosphäre ausklingen. (ms) +++

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