Der Stadtpfarrer bei O|N

Impuls von Stefan Buß: Aschermittwoch

Stadtpfarrer Stefan Buß.
Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin

14.02.2024 / FULDA - "Fasten seat belts" - "bitte anschnallen, die Sitzgurte festmachen!" So leuchtet es beim Start oder der Landung eines Flugzeuges über den Köpfen auf. Das englische "fasten" wird geschrieben, wie unser deutsches Wort "Fasten".



Fasten bedeutet eigentlich "sich festmachen" und zwar freiwillig. Mit dem heutigen Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. In 40 Tagen bereiten wir uns auf das Osterfest vor. Fasten dient nicht nur der Gewichtsreduzierung oder ist eine überholte asketische Tat.

Die Fastenzeit lädt uns ein, das eigene Leben ,,unter die Lupe" zu nehmen und es in seiner Schönheit und Kostbarkeit zu entdecken. Sie will den Menschen hinführen an das Potential seines Lebens und an die echten Quellen der Lebenskraft. Fasten ist also ein ganzheitlicher Prozess mit Körper, Geist und Seele - mit einer großen Perspektive hin auf Ostern, hin auf ein Fest des Lebens.

Am Beginn der Fastenzeit, am Aschermittwoch, steht dieses eindrückliche Ritual des Aschenkreuzes mit den begleitenden Worten: "Kehrt um und glaubt an das Evangelium!" (Mk. 1,15). Es ist eine Zeit, in der man sich neu orientieren kann. Durch Verzicht und Änderung von Lebenshaltungen, kann es helfen bewusster die Umwelt und sich selbst wahrzunehmen. Die Tage bis Ostern wollen uns helfen uns neu festzumachen in Gott und den Blick für den Mitmenschen zu öffnen. (Stefan Buß) +++

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