Der ganz normale Weihnachtswahnsinn

Sinnlose Geschenke und andere Widrigkeiten: Kulturabend mit "Kabbaratz"

Die Kabarettisten von "Kabbaratz" stimmten auf die bevorstehende Adventszeit und das Weihnachtsfest ein.
Foto: Stadt Hünfeld

10.12.2023 / HÜNFELD - Die Kabarettisten von "Kabbaratz", Peter Hoffmann und Evelyn Wendler, stimmten die Zuschauer beim ausverkauften Kulturabend mehr oder weniger schonungslos, dafür aber mit sehr viel Humor, auf die bevorstehende Adventszeit und das Weihnachtsfest ein.



"Verwandte werden kommen", warnte Hoffmann und fügte an "Gespräche werden geführt werden". In den vielen Sketchen zeigten die beiden humorvoll Situationen rund um das Fest der Liebe auf, die vielen sicher bekannt vorkamen.

Hoffmann präsentierte sinnlose Weihnachtsgeschenke wie Teebeutelausdrücker und Schneckenzangen, auf welche "das wäre doch wirklich nicht nötig gewesen" die einzig passende Antwort sei. Wendler verteilte im Publikum Kekse von Tante Inge, die zwar schon über ein Jahr alt, aber praktisch unzerstörbar seien.

Gemeinsam gingen "Kabbaratz" auch die Liste an Geschenken für Verwandte, Freunde und Nachbarn durch, ohne hier den finanziellen Aspekt außer Acht zu lassen. Mit den Treuepunkten von der Tankstelle könne man für Tante Inge ein Raclette zum Nulltarif besorgen, auch wenn sie gar keinen Käse mag. Mit über 80 Jahren schmecke Onkel Bruno zwar den Unterschied nicht mehr, der knapp 70 Euro teure Whisky sei aber trotzdem das passende Geschenk, wenn man den Onkel ab und an mal besuchen komme.

"Verwandte werden kommen"

Auch nach der Pause ging es kabarettistisch weiter, die Differenzen zwischen Mann und Frau an den Weihnachtstagen sorgten für viele Lacher und zustimmendes Schmunzeln unter den Zuschauern. So stellte Wendler fest, dass Männer doch ein Geschenk seien, denn einen zu kaufen, würde für die Allermeisten wohl nicht in Betracht kommen, obwohl dann wohl ein Umtauschrecht hilfreich sein könne.

Hoffmann gab den Männern derweil einen Tipp, wie man Streitigkeiten vermeiden könne. "Einfach nicht zuhören" sei das Mittel der Wahl. "Reden lassen, reden lassen, reden lassen, aber bitte niemals zuhören" so der Kabarettist. Das gelte dann natürlich auch, wenn Heiligabend naht. "Verwandte werden kommen".

Selbst gebastelte Gutscheine als Tipp für Sparfüchse

Aber auch diese Zeit kann man überstehen, so "Kabbaratz". Einfach nicht zuhören, sinnlose Geschenke verteilen und dabei die finanzielle Planung nicht vernachlässigen. Einen Tipp hatte Hoffmann dann noch für alle Sparfüchse: Selbst gebastelte Gutscheine. Kein Geschenk sei günstiger zu bekommen und es hat darüber hinaus den großen Vorteil, dass diese Gutscheine niemals eingelöst würden.

"Kabbaratz" bedankte sich beim Publikum, wünschte eine frohe Adventszeit und wurde unter Gelächter und tosendem Applaus verabschiedet. (pm) +++



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