Nikolaus goes Lingelcreek

Einzigartig: Lingelbachs Benefiz-Weihnachtsmarkt im "Wilden Westen"

Viel Betrieb in der Westernstadt Lingelcreek in Lingelbach bei Alsfeld
Fotos: goa

03.12.2023 / ALSFELD - Weihnachtsmärkte haben ja sicher alle ihr eigenes Flair. Solche, die von den örtlichen Vereinen veranstaltet werden, ragen da vielleicht noch ein wenig heraus – und wenn es dann noch für den guten Zweck geschieht, umso mehr.



Eine Westernstadt als begehbare Kulisse mit etlichen funktionalen Gebäuden, drapiert mit reichlich (echtem) Schnee: Kaffeetrinken im Dance House, ein Kaltgetränk im Saloon und der Posaunenchor bläst gegenüber vom Knast – das dürfte weit und breit einzigartig sein. Lingelbachs Westernstadt (Alsfeld, Vogelsbergkreis) summierte diesen Samstag alle genannten Komponenten und noch viel mehr, als die Vereinsgemeinschaft in "Lingelcreek" ihren Weihnachtsmarkt veranstaltete.

Nikolaus besucht Lingelbach

Trocken-kalt mit Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt – da bietet jeder Weihnachtsmarkt die wirksamen Gegenmittel. In Lingelcreek kann man sich aber neben der wärmenden Wirkung auch dem sicheren Gefühl hingeben, eine gute Tat zu tun – für die veranstaltende Vereinsgemeinschaft, die die Erlöse inklusive der Standgebühren der gewerblichen Warenanbieter nach dem Kassensturz für gute Zwecke stiftet. "Das Nikolauskostüm wird zum Beispiel generalüberholt werden", sagt Uwe Schneider, der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft. Apropos Nikolaus – der durfte zur Freude der Kleinsten natürlich auch nicht fehlen. Für sie hatte auch Pfarrer Stefan Wagener von der Kirchengemeinde Bechtelsberg wieder etwas vorbereitet: in der Westernkirche bot er im "Kinderkino" die sehr passende Geschichte von Ottfried Preußler "Brot für Myra: Die Legende vom heiligen Nikolaus". Neben dem Thema ist auch der gewählte Autor kein Zufall, sondern eine Reminiszenz, so Wagener im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS: "Preußler wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden."

Natürlich konnte auch nach Herzenslust gestöbert werden, denn einige geschmackvoll dekorierte Stände gewerblicher Anbieter hatten so manche Geschenkidee mitgebracht. Uwe Schneider zeigte sich in einer ersten Bilanz mit der Besucherzahl sehr zufrieden und untermauerte dies mit einem simplen Hinweis: "Würstchen, Eier und Brot mussten beim örtlichen Metzger und Anbieter nachgeordert werden – das sagt doch alles…!" (goa) +++

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