Scheunenbrand

Übergriff der Flammen aus Wohnhaus verhindert - Keine Verletzten

Scheunenbrand in Rodenbach.
Fotos: 5VISION.NEWS

18.11.2023 / RODGAU - Am Freitagabend, 17.11.2023 hat ein heftiger Scheunenbrand die Feuerwehren aus Rodgau und Umgebung stundenlang in Atem gehalten. Gegen 16:20 Uhr hatte ein Fußgänger in der Nieuwpoorter Straße in Rodgau-Dudenhofen Brandrauch entdeckt und sofort Anwohner und Feuerwehr verständigt. Wegen der engen Bebauung gestalteten sich die Löscharbeiten sehr schwierig und zogen sich tief in die Nacht hinein. Die Bevölkerung wurde vor dem Brandrauch gewarnt und aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten.



Bereits auf der Anfahrt der Feuerwehr stand eine große und weithin sichtbare Rauchwolke über der Einsatzstelle, berichtet Einsatzleiter Sebastian Murmann. Die Feuerwehrleute finden einen Brand im Erdgeschoss einer Scheune vor, die an ein Wohnhaus angebaut wurde. Doch die Brandstelle war für die Löschmannschaften durch die zugebauten Innenhöfe nur schwer zu erreichen. So konntesich das Feuer weiter bis in den Dachstuhl ausbreiten.

Feuer kaum erreichbar

Aus Hainburg wurde eine kleine, kompakte Drehleiter angefordert. Diese wurde rückwärts durch eine überbaute Toreinfahrt gefahren. Es war so wenig Platz vorhanden, dass die Feuerwehrleute kaum an dem Fahrzeug vorbeikommen. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde durch die Feuerwehr in aller Eile ein Carport abgerissen. Jetzt konnte auch hier die Drehleiter der Feuerwehr Rodgau in den Hof fahren.

Der Feuerwehr gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus zu verhindern. Jedoch haben sich die Flammen im Dach fest gesetzt. Eine Photovoltaikanlage verhinderte, dass das Löschwasser an die Flammen kam. Die Feuerwehrleute mussten aus dem Korb der Drehleiter die Paneele mühsam Stück für Stück abtragen, um an die Flammen heranzukommen.

Gegen 19 Uhr traf ein Baustatiker an der Einsatzstelle ein, der eine akute Einsturzgefahr für die bereits schwer geschädigte Scheune sah. Daraufhin wurde ein Bagger an die Einsatzstelle gebracht mit der Aufgabe das baufällige Gebäude abzutragen. Bis zu diesem Zeitpunkt kamen ca. 150 Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zum Einsatz.  Verletzte waren am Abend glücklicherweise nicht zu beklagen. (pm) +++

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