Zeitplan weiter unklar

Rundgang durch VR-Bankhaus liefert interessante Einblicke in Baumaßnahmen

So soll das fertige Parkhaus in Bad Hersfeld nach seiner Fertigstellung aussehen.
Visualisierung: VR Bankverein Hersfeld-Rotenburg eG

03.11.2023 / BAD HERSFELD - Man kann es als Eingangstor der Stadt Bad Hersfeld bezeichnen: das ehemalige Herkules-Parkhaus in der Antoniengasse, welches seit Jahren leersteht. Zukünftig soll es einen neuen Glanz erhalten - am Donnerstagnachmittag gab es eine kleine Führung durch das Gebäude und Architektin Kathleen Spanel gab den Anwesenden aus der Verwaltung und einigen Stadtverordneten einen Einblick, was zukünftig in diesem Gebäude entstehen wird. 


Eigentümer des Gebäudes ist der VR-Bankverein Hersfeld-Rotenburg - das ehemalige Parkhaus soll nach Angaben des Bankvereins eines der "modernsten Multifunktionsgebäude der Region mit integrierten Büro-, Einzelhandels-, Gastronomie- und Parkflächen" werden. Über 3.000 Quadratmeter Gewerbefläche stehen zur Verfügung - die Flächen befinden sich dabei im Erdgeschoss, sowie im ersten Obergeschoss. Auf dem ehemaligen Parkdeck (jetzt drittes Obergeschoss) wird es eine Überdachung mit Fotovoltaikanlage geben, die bei Nachfrage, dann auch für Gewerbeflächen genutzt werden könne, so Kathleen Spanel vom Architekturbüro Beier aus Bad Hersfeld.

Wenig Gestaltungsspielraum beim Bestandsgebäude

"Das Bestandsgebäude lässt nicht viel Spielraum für große Umbaumaßnahmen an der Fassade. Deshalb gibt es an der Außenhülle des Gebäudes ein Metallgewebe, welches aus diversen Edelstahlstäben bestehen wird. Je nachdem, wo man sich aufhält, gibt es eine unterschiedliche Farbgebung. Wichtig ist zudem, dass die Autofahrer nicht geblendet werden", so Spanel weiter.

Des Weiteren werde es eine Sockelbegrünung mit wildem Wein geben, was auch einen positiven Effekt für die Umwelt haben soll. In Sachen Außenbeleuchtung befinden sich die Planer, sowie die Stadt noch in Gesprächen. "Allerdings steht jetzt bereits fest, dass das Gebäude in der Nacht nicht voll beleuchtet werden soll, vielmehr wollen wir mit intelligentem Licht arbeiten, welches nach Bedarf funktioniert."

Bürgermeisterin Anke Hofmann zeigte sich aufgrund des Rundgangs dankbar: "Es ist wirklich interessant, was hier bald entsteht und zudem nicht selbstverständlich bei einem Projekt, welches noch nicht fertiggestellt ist, solche Einblicke zu erhalten." Auch die Stadtverordneten stellten diverse Nachfragen, die Architektin Kathleen Spanel kompetent und geduldig beantwortete. Zum Zeitplan und Investitionsvolumen konnten allerdings keine Angaben gemacht werden, da vom VR-Bankverein krankheitsbedingt keiner dem Rundgang beiwohnen konnte. (Kevin Kunze)+++

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