Nachdreher zur SG Barockstadt
Gören: "Wir wissen, wie stark wir sind. Und wir werden zurückkommen"
Archivfotos: Memento 36
11.09.2023 / FULDA -
Eigentlich war es ein Spiel, über das es nicht so viel zu erzählen gibt. Zumindest vonseiten der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Die unterlag am Samstag im Kasseler Auestadion beim KSV Hessen mit 1:2. Passiert ist im Grunde nichts. Die zweite Saisonniederlage, die - ähnlich wie die Auftaktniederlage bei der U21 des Bundesligisten VfB Stuttgart - absolut vermeidbar war, keine negativen Auswirkungen hat. Schon gar nicht in der Tabelle.
Denn die Regionalliga Südwest entpuppt sich - so, wie es viele, auch SGB-Trainer Sedat Gören, vorausgesagt haben - nach sieben Spieltagen, also knapp der Hälfte der Vorrunde, in der Tat als enge Kiste. Gerade mal fünf Punkte trennen den Ersten, Stuttgart II, vom Zehnten aus Aalen. Die SGB ist zwar um einen Rang auf Platz sechs abgerutscht, liegt aber nur vier Zähler hinter Stuttgart II.
"Es gibt solche Spiele. Das geht jeder Mannschaft so"
Doch die Aufarbeitung der Reihe nach. "Was mich ärgert", fügt Gören an, "wir waren einfach nicht gut im Spiel". Stimmt. In der ersten Halbzeit hatte die SGB offensichtlich Probleme. Vor allem im Mittelfeld. Und im Zweikampfverhalten. Da wirkte der KSV Hessen - stellvertretend in Person seines Kapitäns Frederic Brill - griffiger. Der Gast war nicht präsent. Niemand. Und damit sind alle genannt. Gören aber - und das zeichnen gute Trainer aus - stellte sich vor seine Mannschaft. "Es gibt solche Spiele. Das geht jeder Mannschaft so. Nicht nur uns.""Ärgerlich, wenn man zwei solche Gegentore bekommt"
Es sind die Gegentore. "Das ist ärgerlich, wenn man zwei solche bekommt". In der Entstehung des 0:1 verhielt sich die SGB taktisch nicht eben intelligent - und sie verteidigte in der Folge nicht resolut, ließ Najjer flanken, und im Strafraum ist es immer schwierig, sodass Jones Willen und Durchsetzungskraft bewies. Fast noch mehr Gesprächsbedarf gab es beim, besser gesagt: vor, dem 1:2.Der SGB-Coach erläutert nochmals das gruppentaktische Verhalten. "Wir sind in Überzahl. Der Gegner ist mit dem Rücken zum Tor. Ich erwarte auch, dass wir intelligent sind." Das war der Gesprächsstoff eines Spiels, über das es eigentlich nicht viel zu erzählen gibt.
Halt. "Ich wäre mit einem Punkt zufrieden gewesen", befindet sich Gören auch hier nahe an der Realität. Und er blickt voraus. "Das wirft uns aber nicht um. Anlaysieren. Abhaken. Und nach vorne schauen. Wir wissen, was wir können. Und wir werden zurückkommen. Schon am Samstag." Dann reist die U23 des Bundesligisten FSV Mainz in die Johannisau. (wk) +++