Blick auf Herbst und Winter

Corona-Zahlen steigen wieder - Das ist der aktuelle Stand

Die Corona-Zahlen steigen wieder.
Symbolbild: O|N/Carina Jirsch

05.09.2023 / REGION - Seit einigen Wochen werden in Deutschland wieder steigende Infektionszahlen mit dem Coronavirus registriert. Diese Steigerung befindet sich auf einem glücklicherweise niedrigen Niveau. In Fachkreisen ist daher nicht die Rede von einer neuen Coronawelle.



Aktuell meldet das Pandemieradar des Bundesministeriums für Gesundheit eine 7-Tage-Inzidenz von sechs COVID-19-Fällen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Das ist eine Zunahme von 84 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, allerdings noch immer wenig. Man geht allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus, da zurzeit wenig getestet wird. Laut dem RKI steige die Zahl der positiven Tests seit circa sechs Wochen an, man habe jedoch weiterhin sehr geringe Inzidenzwerte.

Bereits zum 07. April 2023 sind in Deutschland die letzten Corona-Maßnahmen ausgelaufen. Dazu gehörten bis zuletzt das Tragen einer FFP-2 Maske in Krankenhäusern und Altenwohnheimen. Das Ende der Maßnahmen war eine logische Konsequenz der Entwicklung der Pandemie. Durch eine hohe Impfquote und eine Vielzahl an durchgemachten Infektionen herrscht in der Bevölkerung eine gute Grundimmunität. Damit sind schwere Krankheitsverläufe bei gesunden und geimpften oder genesenen Menschen die Ausnahme.

Corona ist gekommen, um zu bleiben

Nun erwarten Fachleute und Politiker wieder steigende Zahlen. Corona wird als Atemwegserkrankung bleiben und war auch niemals völlig verschwunden. Bei Atemwegserkrankungen kommt es saisonal zu vermehrten Fällen, wie man es beispielsweise von der echten Virusgrippe Influenza kennt. Daher ist es richtig, bereits im Vorfeld über den kommenden Herbst und Winter zu sprechen, ohne Angst und Panik zu verbreiten.

Der Trend der Infektionen wird im Herbst nach oben zeigen. Daher kann es auch wieder zu Belastungen des Gesundheitssystems kommen. Sinnvoll ist es daher gerade für ältere Menschen ab 60, Menschen mit Vorerkrankungen und für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitssystems sowie der kritischen Infrastruktur den Impfschutz aktuell zu halten. Ein Mindestabstand von zwölf Monaten zur vorherigen Impfung sollte eingehalten werden und die Impfung sollte vorzugsweise im Herbst erfolgen. Mittlerweile gibt es Einzeldosen an Impfstoff, die in den Hausarztpraxen und in der Betriebsmedizin von Krankenhäusern bereitstehen. Ein an die aktuelle Variante angepasster Impfstoff ist in Entwicklung. Vulnerable Gruppen können sich im Winter auch wieder mit einer FFP-2 Maske schützen. Gleiches gilt in Krankenhäusern und Pflegeheimen beim Umgang mit infizierten Patienten.

Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stehe das Frühwarnsystem in Deutschland. Unter Beobachtung habe man insbesondere eine neue Variante des Virus namens Eris, die Omikron als vorherrschende Mutation ablösen könnte.

Hier finden Sie Informationen der STIKO über die Corona-Schutzimpfung: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Impfempfehlung-Zusfassung.html?nn=2386228 (ab) +++


Symbolbild: O|N/Hendrik Urbin


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