Tri-Force-Athlet
Peter Leinweber bei SwimRun im schwedischen Utö am Start
Fotos: Privat
27.06.2023 / UTÖ (SCHWEDEN) -
Peter Leinweber, Tri-Force Fulda, startete am vergangenen Samstag beim SwimRun der ÖTILLÖ World Series Utö in Schweden. Diese Serie besteht aus mehreren Rennen und über ein Ranking der Platzierungen aus den einzelnen Rennen ist es möglich, sich für die SwimRun Weltmeisterschaft im September zu qualifizieren.
Insgesamt gingen 450 Teilnehmer aus 27 Nationen auf drei verschiedenen Streckenlängen an den Start. Peter Leinweber startete mit 212 Teilnehmern bei besten Wetterbedingungen über die 32,7 km lange World Series Strecke. Ö TILL Ö bedeutet auf Schwedisch von Insel zu Insel. Im UTÖ Värdshus wurde SwimRun bei einer Wette von drei Freunden vor 16 Jahren erfunden.
Vom Guckaisee in den Schärengarten
SwimRun besteht aus Laufen und Schwimmen im permanenten Wechsel. Die Teilnehmer starten entweder als Zweierteam und können sich dann auf der Strecke gegenseitig unterstützen oder sie starten Solo und sind auf sich alleine gestellt. Peter Leinweber startete Solo.Für diese Herausforderung hatte Leinweber sich intensiv im Training vorbereitet. Seen und Flüsse inklusive Guckaisee und diverse Rhöntrails wurden genutzt, um eine möglichst große Bandbreite zu trainieren. Jedoch sind die schwedischen Inseln im Schärengarten vom Gelände einzigartig und sehr speziell.
Leinweber, seit über 30 Jahren Triathlet und jetzt auch seit vier Jahren SwimRunner, profitierte stark von seiner Freiwasser Erfahrung aus dem Triathlon. Es galt kürzeste Wege zu schwimmen und sich gut im Freiwasser bei Wind und Wellen zu orientieren. Verschiedenste Strömungsverhältnisse rund um die Insel waren eine zusätzliche Herausforderung.
Teilnehmer unterstützen sich gegenseitig
Die gesamten Trailstrecken auf Utö waren für das Rennen nur spärlich gekennzeichnet. Es ging durch Wälder und Wiesen immer wieder über Felsen inklusive kleinerer Kletterpartien. Höchste Konzentration war absolute Voraussetzung, verhinderte jedoch nicht diverse Ausrutscher, bzw. Stürze im Teilnehmerfeld. Auch Leinweber blieb hiervon nicht verschont.Gegenseitige Hilfe unter den Teilnehmern ist zwingend vorgesehen und unersetzlich, da es nur an ganz wenigen Punkten überhaupt einen Streckenposten gab. Ein gemeinsames Orientieren auf den Trails ist selbstverständlich und Teilnehmer, welche von der Strecke abkommen, werden sofort zurückgerufen. Das schafft eine ganz besondere Rennatmosphäre.
Leinweber war klug und verhalten gestartet, dann aber zu optimistisch und über einige Kilometer zu schnell unterwegs. Er machte zunächst Plätze gut, doch das kalte Wasser und die hohe Belastung im ungewohnten Terrain forderte im letzten Rennabschnitt ihren Tribut. Einige Plätze gingen zum Ende des Rennens wieder verloren.
Der letzte kurze Schwimmabschnitt vor dem Ziel endete dann noch in einem breiten Schilfgürtel. Hier kämpften sich alle durch knöcheltiefen Schlamm und Morast, denn es galt wieder festes Land unter die Füße zu bekommen, um dann mit einem letzten 500 m Zielsprint das Rennen zu beenden. Auf den letzten Metern wurde noch um die Platzierungen gekämpft.
Peter Leinweber war am Ende erschöpft, aber glücklich im Ziel. Mit nur kleineren Blessuren hatte er die Herausforderung gemeistert. Sein Fazit: "Ein sehr intensives Naturerlebnis hier in Schweden auf der Insel Utö, dem Geburtsort dieses faszinierenden Ausdauersports." (pm)+++