✕

Nachdreher Wolfgang-Schlosser-Cup

Turnier und Vielseitigkeitswettbewerb: ein Impuls für den Nachwuchsfußball

Ein starkes Gespann: der Nüsttaler Andreas Kapelle (links) und der Marbacher Michael Schäfer
Fotos: Walter Kell

27.06.2023 / HÜNFELD - Der Wettbewerb war ein Impuls für den Nachwuchsfußball. Ein positiver. Nicht nur, dass die Ränge der sonnenüberfluteten Hünfelder Rhönkampfbahn voll besetzt waren - von Kids, die spielten, oder dies auch nicht taten. Und da es sich um eine inoffizielle Hessenmeisterschaft handelte, reisten einige der 16 Teams mit dem Bus an. Und machten das Erlebnis Wolfgang-Schlosser-Cup zu einem Ausflug. Schattige Plätzchen waren heiß begehrt an diesem Tag. Die Szenerie erinnerte fast an ein Picknick.

Siegerehrungen im Nachwuchsfußball sind oft ein bisschen öde. Jeder fragt sich: Muss ich denn noch solange bleiben? Das Ergebnis eines Turniers steht fest. Jeder weiß schon vorher - oder im Verlauf des Wettbewerbs - was herauskommt. Nicht dieses Mal. Andreas Kapelle, Fuldas Regionalbeauftragter in Sachen Juniorenfußball, schien sich fast diebisch zu freuen, als er verkündete, keines der Teams, die sich fein aufgereiht hatten, wüsste, wer der Sieger der
 E-Junioren-Konkurrenz ist. Und je näher er den Spitzenrängen kam, desto spannender wurde es.

Der Gedanke, dass das so ist -  die herkömmliche und allseits bekannte Turnierform mit einem Vielseitigkeitswettbewerb, der selbstredend mit in die Wertung einfließt - zu verquicken, erklärt der Marbacher Michael Schäfer so: "Das war der 14. Wolfgang-Schlosser-Cup. Und das gibt es von Anfang an. Wir wollten einfach weg von der klassischen Turnierform. Wir mussten etwas finden, damit wir nicht nur auf die Turnier-Ergebnisse setzen. So ist die Idee, Turnier und Vielseitigkeitswettbewerb zu verbinden, entstanden." Schäfer war als Abteilungsleiter Juniorenfußball des  Hessischen Fußballverbandes, der als Veranstalter fungierte, vor Ort. Er ergänzte: "Die Turnier-Ergebnisse kennen die Mannschaften, nicht aber die anderen Resultate."

JFV Hünfelder Land erfüllt seine Rolle als Ausrichter bestens

Die wurden auf dem benachbarten Kunstrasenplatz ermittelt - und dass das so funktionierte, dafür sorgten 20 A- und B-Junioren-Kicker des als Ausrichter auftretenden JFV Hünfelder Land. Ebenso viele stellte er zum Catering ab. Federführend präsent und im Einsatz: Thorsten Schüler (er vertritt den SV Roßbach im JFV), Alexander Gräber (A-Junioren-Trainer des JFV) - und dessen 1. Vorsitzender Uwe Schaake. 

Kreisjugendausschuss zeigt Präsenz und macht sich für die Sache stark

Nicht zuletzt der Kreisjugendausschuss Lauterbach-Hünfeld machte sich für die Sache stark und auf sich aufmerksam an diesem Tag. Allen voran Kreisjugendwart Gerhard Henkel (TSV Ufhausen), der sich auf die verlässlichen Nicholas Dostal (VfL Eiterfeld) und Jan Maier (FC Neukirchen) stützen konnte. Morgens schaute auch Ex-Schiri Richard Göbel (SV Kirchhasel) vorbei.

So gehören dem, der die Siegerehrung vornahm, auch die Schlussworte. Kapelle bemerkte, dass der Wolfgang-Schlosser-Cup stets seinen Austragungsort wechselt - zuletzt fand er in der Region Fulda vor sechs Jahren in Nüsttal statt. Sei's drum: Kapelle, jüngerer Bruder des Audi-Schanzer-Fußballschulen-Freaks Matze, hatte die Organisation im Blick. Und die 2023er-Austragung beim JFV Hünfelder Land bliebt in Erinnerung. (wk) +++









 







X