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Wolfgang-Schlosser-Cup der E-Junioren

Buntes Treiben, Super-Erlebnis, Lerneffekt: die inoffizielle Hessenmeisterschaft

Angekommen bei der Hessenmeisterschaft: die E-Junioren der JSG Sorga/Kathus
Fotos: privat

25.06.2023 / HÜNFELD - Für wenige Stunden herrschte ein buntes Treiben in der Hünfelder Rhönkampfbahn.  Und es war 14.43 Uhr an diesem 24. Juni 2023, als Fuldas Regionalbeauftragter Andreas Kapelle, der an der Seite des Marbachers Michael Schäfer die Turnierleitung versehen hatte, den Sieger des Wolfgang-Schlosser-Cups bekanntgab. Die E-Junioren des FV Biebrich 02 schnappten sich die inoffizielle Hessenmeisterschaft. Zweiter wurde der KSV Baunatal, Dritter der SC Viktoria Griesheim; auf Rang vier landete im 16er-Feld der KSV Hessen. OSTHESSEN|NEWS war vor Ort.


Wer sich Hessens Bester nennen wollte, der durfte nicht nur als Sieger aus dem auf zwei Kleinfeldern ausgetragenen Turnier hervorgehen - er musste seine Veranlagung auch einem als "DFB-Abzeichen" etikettierten Wettbewerb beweisen. Hier gab es mehrere Stationen: Dribbelkünstler, Ballzauberer, Flankengeber und Elferkönig. Die Maximal-Punktzahl, die die Acht- bis Zehnjährigen erreichen konnten: 60.

Dass die beiden osthessischen Vertretungen nicht im Spitzenfeld landeten, war keine so große Überraschung. Die JSG Sorga/Kathus gewann ihr Auftaktspiel gegen die JSG Linsengericht mit 3:0 - danach aber passte nicht mehr so viel. Carsten Lenz, der das Team zusammen mit Jochen Thierling, der tags zuvor Geburtstag hatte, und Alex Quanz seit den G-Junioren betreut, sagte: "Es ist für uns ein Super-Erlebnis, mit so einem kleinen Dorfverein an der Hessenmeisterschaft teilzunehmen. In den letzten Wochen hatten die JSG-Jungen für den Parcours des DFB-Abzeichens extra noch eifrig trainiert - mit Lenz' Neffen, dem SG Barockstadt-Spieler Louis Fuchs. Das lonhte sich offenbar: Die Jungs machten das richtig gut - und einer erreichte gar die maximale Punktzahl aller vier Stationen. 

Carsten Lenz: Das Sahnehäubchen auf eine richtig starke Saison

"Das ist das Sahnehäubchen auf eine richtig starke Saison", meinte Lenz, der selbst mächtig stolz wirkte. Dennoch fügte er hinzu: "Wir haben gemerkt, dass es halt noch Leistungsunterschiede gibt, wenn wir auf Hessenebene spielen." Diese Erfahrung machten die JSG-Kids schon im vergangenen Jahr, als Radsport-Freak Lenz die 150 Kilometer-Strecke bis zum Austragungsort Eschhofen per Rad zurücklegte. Dieses Mal blieb ihm etwas anderes erspart: "Wenn wir Hessenmeister werden", sagte er, "laufe ich den Weg von Hünfeld nach Hause." Seine abschließende Bemerkung aber rundete den Auftritt der JSG Sorga/Kathus ab: "Wir haben etwas erreicht, was wir nie wieder erreichen werden." Wen es interessiert: Am Ende sprang Rang elf heraus.

Dieter Krieg: Das Team des jüngeren Freiensteinauer Jahrgangs kann nur lernen

Zwei Plätze dahinter kam die JSG Freiensteinau ein - aber auch war absolute Nebensache. Dieter Krieg, der das Nachwuchsteam an diesem Tag für seinen Sohn, den etatmäßigen Trainer und Gruppenliga-Spieler Sebastian betreute, meinte: "Wir sind mit dem kompletten Jahrgang 2013, dem jüngeren der E-Junioren, angetreten. Und für die SG Barockstadt reingerutscht, die am Musiala-Turnier teilnehmen wollte." 

Kriegs JSG wurde in Schlüchtern Kreismeister - mit 18 Punkten Vorsprung und 106 geschossenen Toren. Diese Mannschaft spielte immer gegen ältere Spieler, und Krieg Senior ergänzt: "Wir sind mit dieser Mannschaft Meister geworden. Und mit dieser Mannschaft spielen wir auch hier bei den Hessenmeisterschaften. Da haben wir einen starken Jahrgang." Und er beobachtete: Man merkt das Körperliche schon. Es geht ganz anders zur Sache. Wir können nur lernen." Im Parcours des DFB-Abzeichens machten es seine Jungs gut. (wk)

Einen weiteren Bericht - auch über die Organisation dieses Wettbewerbs rund um das ausrichtende Team des JFV Hünfelder Land - liefert OSTHESSEN|NEWS nach. +++

Das Meisterteam der JSG Sorga/Kathus - mit den Trainern Jochen Thierling (links) und Carsten Lenz

Die U10 der JSG Freiensteinau, mit (v.l.): Henry Krieg, Noah Flach, Ken Schomann, Johann Wilhelm, Gabriel Killich, Jannis Schneider, Aaron Killich, Leo Beetz, Maurin Gerich. Hinten Trainer Dieter Krieg

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