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Tolle Auszeichnung für Dominik Laudon

Eine Woche unter 250 fußballverrückten DFB-Helden in Barcelona

Die Fußballhelden aus Hessen, darunter Dominik Laudon aus Kirtorf
Fotos: DFB/KOMM MIT

18.06.2023 / KIRTORF/BARCELONA - Eine grandiose Fußball-Woche erlebte der Jugendfußball-Abteilungsleiter der TSG Kirtorf, Dominik Laudon, kürzlich in Spanien. Für seine langjährigen Verdienste war er vom DFB ausgezeichnet und damit als Teilnehmer der "Fußballhelden-Bildungsreise 2023" nach Barcelona nominiert worden.



Man nehme über 250 "Fußballhelden" aus dem ganzen Bundesgebiet, ein Organisationsteam von 30 Personen, ebenso viele Referenten des DFB, einen Arzt und drei Physiotherapeuten, quartiere sie für fünf Tage in einer tollen Location ein und lasse sie in Theorie und Praxis den Fußball auf Topniveau lehren, lernen und feiern. Soviel ist sicher: diese Eindrücke wird niemand mehr so schnell vergessen! OSTHESSEN|NEWS hat mit Dominik Laudon über den Trip gesprochen.

Eine Reise, die man so nirgends buchen kann

Laudon ist 28 Jahre alt. Bei der TSG Kirtorf war er fünf Jahre Abteilungsleiter Herrenfußball und ist seit 2021 Leiter Jugendfußball. Auf Kreisebene ist er seit 2019 Beisitzer und Einzelrichter am Sportgericht Alsfeld. Hansdampf in allen Kirtorfer Fußballgassen - einer, der den Fußball aus voller Überzeugung lebt und diese Leidenschaft vor allem auch hochmotiviert an die Jugend weitergibt. Dies machte ihn zu einem idealen Nominierten der jährlichen DFB-Ehrenamts-Aktion "Fußballhelden". Der Clou der Aktion: der DFB sagt nicht nur irgendwie "Danke" und übergibt dazu auch nicht nur einen wertvollen Sachpreis, sondern bringt (im positivsten Sinne) "Fußball-Verrückte" zusammen, coacht und lehrt sie mit der Creme-de-la-Creme an Referenten und erweitert damit ihren Horizont noch weiter - zum Wohle des Fußballs von der Vereins- bis zur Profiebene.

Es entsteht eine Bildungsreise, die man so nirgends buchen und bezahlen kann. Für die Geehrten "eine Woche für die Ewigkeit". Laudon ist noch hin und weg: "Das war ein einmaliges Erlebnis für mich. Ich komme mit viel Input zurück, den ich in die Vereinsarbeit mitnehmen werde. Dazu gab es jede Menge interessanten Austausch mit Kollegen aus anderen Vereinen, in denen man je nach Vereinsstruktur teilweise die gleiche Problemstellung hat, zum Beispiel die Gewinnung von Ehrenamtlichen, immer weniger Jugendspieler, oder auch ganz andere Probleme: zu viele Kinder, zu wenige Plätze und so weiter."

Schiedsrichter spielen, Camp Nou und Barca-Museum 

 Nach 16 Stunden Busfahrt kam der Tross in Barcelona an und wurde vom 1. DFB-Vizepräsidenten Ronny Zimmermann und Vizepräsident Peter Frymuth begrüßt. Während der Woche ging es in mehreren Gruppen-Workshops um theoretische und praktische Inhalte entsprechend der jeweiligen Schwerpunkte in der Vereinsarbeit, bei Laudon Jugendleitung (Wertevermittlung, Kommunikation, Gewinnung von Ehrenamtlichen). Der "Standard-Coach" der Nationalmannschaft, Mads Buttgereit, gewährte in einem Fachvortrag einen Einblick in das Standard-Training des A-Kaders und stellte verschiedene Varianten anhand von Videofrequenzen vor.

FIFA-Schiedsrichter Robert Schröder referierte nicht nur vor den "Fußballhelden", sondern gab ihnen auch via Abstimmungsmodul die Gelegenheit, selbst Schiedsrichter-Entscheidungen in bestimmten Spielszenen treffen – zunächst in reeller Geschwindigkeit, danach mit Wiederholungen. Sehr interessant für Fußball-Insider war dann auch seine Darstellung der Kommunikation mit dem VAR, die mittels beispielhafter Tonsequenzen aufgezeigt wurde. Ein weiteres Highlight für die Teilnehmer war die Demo-Trainingseinheit mit Futsal-Nationaltrainer Marcel Loosveld, der sich ein Fußballturnier anschloss.
 
Keine Frage: wenn der DFB den Ort seiner Bildungsreise nach Barcelona legt, ist eine Besichtigung des Stadions Camp Nou und des FC Barcelona-Museums sowohl Pflicht als auch Kür der Reise, und auch ein Nachmittag stand in der Baskenmetropole zur freien Verfügung. "Ein bereits in leerem Zustand sehr beeindruckendes Stadion und eine sehr sehenswerte Altstadt – das kann ich mir gut nochmal als Reiseziel vorstellen, dann möglichst mit einem Fußballspiel nach dem gerade begonnenen Umbau des Stadions!"
 
Auf die Woche blickt Laudon sehr dankbar zurück: "Ein großes Lob an den DFB und "KOMM MIT" für die herausragende Organisation, die einen reibungslosen Ablauf garantierte und die perfekte Mischung aus Programm und Freizeit ermöglichte. Die Hotelanlage war spitze und die Woche bis zum stimmungsvollen Abschlussabend verging wie im Fluge, mit meinem Zimmerkollegen Thomas Halbrucker vom VfB Marburg hatte ich eine großartige Zeit. Sehr schön war auch das Wiedersehen mit dem Kirtorfer Michael Dörr, der als DFB-Referent verantwortlich mitwirkte. Nach dem TSG-Kirtorf-Vereins-Trainingslager in Thailand war das die zweite unvergessliche Fußballreise für mich in diesem Jahr." (goa)+++

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