Heute um 18 Uhr im Kanzlerpalais

Ex-Staatsanwalt und Zeitzeuge Wiese berichtet über Auschwitz-Prozess

Vor 55 Jahren: Urteil im Frankfurter Auschwitz-Prozess | Hintergrund aktuell | bpb.de
Foto: Bundeszentrale für politische Bildung:

17.05.2023 / FULDA - Vor 60 Jahren begann im Frankfurter Rathaus "Römer" der erste Frankfurter Auschwitzprozess gegen 22 SS-Angehörige, die im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz tätig waren. Der Frankfurter Auschwitzprozess war der größte Strafprozess der Nachkriegszeit und wurde durch den Generalstaatsanwalt Fritz Bauer erst ermöglicht. Bauers Ziel war es, eine Anklage durch alle Schichten des Lagers Auschwitz zu erreichen und ausschließlich junge Staatsanwälte mit der Aufgabe der Anklage zu betreuen, niemanden, der vor 1945 im Amt war. Einer dieser jungen Staatsanwälte war Gerhard Wiese, heute 94-jährig und weiterhin ein gefragter Zeitzeuge.



Er wird am 17. Mai um 18 Uhr im Kanzlerpalais von dem Prozess und aus seinem Berufsleben berichten, das ihn 1960 sogar für einige Zeit nach Fulda geführt hatte.

Wie kein anderes Ereignis in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts haben die sogenannten "Auschwitz-Prozesse" zu einem Beginn der Aufarbeitung der NS-Zeit in Deutschland beigetragen. Die über zwei Jahre andauernden Prozesse haben damit einen festen Platz in den Geschichtsbüchern.

Veranstaltung mit Gerhard Wiese heute, am 17. Mai um 18 Uhr im Kanzlerpalais.+++

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