Für die Sicherheit im Straßenverkehr
Schwertransporte bei Großkontrollen speziell im Blick
Das geht so nicht: Der niederländische Lastwagen wurde in Kirchheim von der Polizei still gelegt.
Fotos: Philipp Apel
11.05.2023 / KIRCHHEIM -
Am Mittwoch war es wieder auf dem SVG-Autohof in Kirchheim so weit. Die Polizei sowie weitere Ordnungsbehörden führten eine großangelegte Schwerpunktkontrolle durch. Dabei standen vor allem Großraum- und Schwertransporte im Fokus. Aufgrund gravierender Mängel mussten bereits bis zum Mittag einige Fahrzeuge stillgelegt werden.
Von neun bis 16 Uhr waren die Beamten für die spezialisierten Schwerverkehrsüberwachung der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld im Einsatz. Sie wurden dabei unterstützt von Kräften der "Kontrollgruppe Gewerblicher Güter- und Personenverkehr" des Präsidiums, Beamten weiterer hessischer Polizeipräsidien, des Zolls, der Feldjäger der Bundeswehr, der Regierungspräsidien Kassel und Gießen sowie des Bundesamtes für Logistik und Mobilität (BALM).
"Am heutigen Tag liegt der Fokus ganz klar auf dem Schwerlastverkehr. Aber die Beamten haben natürlich auf den Autobahnen ihr Auge auch auf andere Fahrzeuge, die aus unterschiedlichen Gründen auffällig wirken", erklärte Polizei-Pressesprecher Patrick Bug vor Ort gegenüber OSTHESSEN|NEWS.
Auffällig während den Kontrollen waren dabei zwei niederländische Fahrzeuge. Noch direkt am Rastplatz Kirchheim an der Autobahnabfahrt wurde ein Lastwagen komplett still gelegt. Polizeihauptkommissar Mario Döring begründete dies: "Das Fahrzeug ist zum einen einen halben Meter zu lang. Zudem ist die Ladungssicherung überhaupt nicht gegeben. Deshalb haben wir das Fahrzeug mit einer Kralle still gelegt. Auf den Fahrer kommt ein Bußgeld in dreistelliger Höhe zu und für den Halter wird es wohl auf einen vierstelligen Betrag hinauslaufen." Das Fahrzeug darf laut dem erfahrenen Polizisten erst nach Beseitigung der Mängel wieder auf die Straße.
Neue Wiegemethode überführt niederländischen Lastwagen
Ein anderer Lastwagen aus den Niederlanden war indes viel zu schwer. Mit einer neuen Wiegemethode konnte festgestellt werden, dass die zulässigen 40 Tonnen überschritten worden sind. 43,8 Tonnen brachte der Lastwagen auf die Waage - ohne Ausnahmegenehmigung ist dies ebenfalls strafbar. Die Beamten stellten gerade bei der Ladungssicherung im Allgemeinen einige Mängel fest. Dabei unterstrichen sie während den Kontrollen deutlich, welch hohe Bedeutung die Ladungssicherung für die Sicherheit im Straßenverkehr hat. Eine ausführliche Bilanz der Schwerpunktkontrollen vom Mittwoch in Kirchheim folgt noch. (Kevin Kunze)+++