Nachdreher zur SG Barockstadt
"Qualität reicht nicht. Müssen uns Gedanken machen. Gerade im Sturmbereich"
Fotos: Carina Jirsch
24.04.2023 / FULDA -
Es läuft nicht in diesen Tagen bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Schon gar nicht rund. Eigentlich wollte der Aufsteiger am Samstag den Klassenerhalt eintüten in der Regionalliga Südwest - vorzeitig. Als Aufsteiger. Doch es kam eine 1:3-Heimniederlage gegen Astoria Walldorf heraus. Eines aber vorweg: Es gibt keinen Grund, Panik zu verbreiten.
Sieben Punkte sprangen heraus in neun Spielen dieses Jahres - eine bescheidene Bilanz. Wie gut, dass vor Kurzem der 3:1-Heimsieg gegen Kickers Offenbach glückte - sonst wäre es womöglich in der Tat eng geworden mit dem Klassenerhalt. Der schien schon Ende vergangenen Jahres in Reichweite.
Das größte Problem liegt im Angriff
Das größte Problem liegt - wiederholt an dieser Stelle erwähnt - im Angriff. Zunächst hatten Tobi Göbel, dem drei Tage zuvor der 1:1-Ausgleich gegen Hessen Kassel gelang, und Dennis Owusu gute Gelegenheiten, um die SGB in der Anfangsphase in Front zu bringen. Vor allem Göbels Chance ärgerte Barockstadts Trainer. "Warum noch den diagonalen Laufweg suchen, anstatt im Abschluss sauber mit der Innenseite zu arbeiten?", fragte sich Sedat Gören. "Dann gehen wir in Führung."Ob Tor des Monats oder nicht - das ist nicht fair
Ein Torwart-Fehler? Darum geht es nicht. Gästetrainer Matthias Born bemerkte: "Moritz Carl erkennt das gut, dass da eine Option ist." Es ist müßig, "Zapis" Portfolio auf diese Szenen - in Hoffenheim unterlief ihm vor Kurzem Ähnliches - zu reduzieren. Der Fakt: Der Ex-Neuhofer ist ein starker Linien-Torwart und rettete der SGB schon den einen oder anderen Punkt - im Mitspielen und im Spielen mit dem Fuß hat er gewiss Reserven.Es ist klar, dass die SGB nach Tobias Wolfs Laufbahn-Ende nach dieser Saison einen zweiten Torwart benötigt. Ob Zapico Lopez dann eine "Nummer eins" oder eine "Nummer zwei" wird, zeigt sich im Konkurrenzkampf. "Zapi muss sich verbessern", erklärte Gören.
Gören: Habe den anderen Jungs die Chance gegeben
"Wir gehen auf dem Zahnfleisch. Wir haben geblutet"
Gören zerstreut von außen aufkommende Bedenken, dass die Saison bei dem aus SGB-Sicht negativen Strudel jetzt vor sich dahinplätschern und auslaufen könnte. "Das werde ich verhindern", sagt er - und nennt den Kraftverlust seines Teams beim Namen. "Wir kommen aus einer Englischen Woche. Man hat heute gesehen, dass wir auf dem Zahnfleisch gehen. Wir haben geblutet."Unterdessen war Walldorfs Coach Matthias Born, seit 2014 bei seinem Team als Coach im Amt, erleichtert. "Wir sind happy, dass wir in diesem Jahr den ersten Dreier eingefahren haben. Der Rucksack ist weg." Und er hatte noch eine positive Botschaft parat. "Ich freue mich, dass wir im nächsten Jahr wieder gegeneinander spielen." Und das dürfte auch die SGB freuen. Auch wenn sie noch ein Pünktchen holen muss. (wk) +++