Zentralisiertes Mahngericht für Hessen

Konrad-Zuse-Stadt: "Wegbereiter für die Entwicklung in der hessischen Justiz"

Als "Wegbereiter für die Entwicklung in der hessischen Justiz" beschreibt Justizminister Roman Poseck das zentralisierte Mahngericht in Hünfeld.
Fotos: Rene Kunze

20.04.2023 / HÜNFELD - Nicht Frankfurt oder Darmstadt, oder etwa Gießen. In Hünfeld im Landkreis Fulda findet sich eine über die Zeit gewachsene Institution mit Beispielcharakter. Als "Wegbereiter für die Entwicklung in der hessischen Justiz" beschreibt Justizminister Roman Poseck das zentralisierte Mahngericht in Hünfeld. Das feiert nun 50 Jahre Bestehen, mit vielen prominenten Gästen. 



"Sie haben durch ihre Arbeit und ihr Engagement diesen Erfolg erst möglich gemacht", dankt der Minister den über 100 Mitarbeitenden des Gerichts. Im Jahre 1973 habe alles seinen Anfang genommen, berichtet Jürgen Kitzinger, Direktor des Amtsgerichts. Damals habe man aus Frankfurt diese Arbeit ausgelagert und so den Grundstein für die heutige zentrale Bearbeitung gelegt. Seit zehn Jahren findet sich jetzt auch das zentrale Vollstreckungsgericht hier, ein Beleg für die gute Arbeit und den Erfolg des Konzepts. 

Präsident des Landgerichts: "Wir leben in einer Zeitenwende"

Die Beweggründe, die damals zur Zentralisierung geführt haben, seien heute aktueller denn je. "Die Belastung der Justiz, Digitalisierung und die Standortfrage beschäftigen uns auch heute", sagt Jochen Müller, Präsident des Landgerichts Fulda. "Wir leben in einer Zeitenwende", sagt er, dem Übergang vom Analogen ins Digitale. Eine weitere Entwicklung setze sich aktuell fort. "Nicht die Menschen müssen zur Arbeit fahren, die Arbeit wandert zu den Menschen", ist, sagt Müller. Ob das nun Homeoffice ist, oder wie hier die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus Ballungszentren ins Land. 

Grußworte, Lob und Dank entrichtete auch Benjamin Tschesnok, Bürgermeister der Stadt Hünfeld. Hans-Georg Ehrhardt-Gerst, Leiter der Außenstelle Hünfeld der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung, freute sich über die langjährige Zusammenarbeit. Christiane Vukota, örtliche Personalrätin, bestätigte eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, in der auch Kritik wertgeschätzt werde. 

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch David Andruss mit dem Piano. (Moritz Bindewald) +++

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