Pool-Billard Oberliga Hessen
SG Johannesberg unterliegt im Spitzenspiel hauchdünn - nach starker Aufholjagd
Foto: privat
20.03.2023 / FULDA -
Das war sehr knapp. Die Johannesberger Pool-Billard-Spieler hätten einen Auswärtssieg gebraucht im Top-Spielder Oberliga Hessen in Schierstein. Hochmotiviert gingen sie in die Partie - am Ende reichte es nicht. Das Fuldaer Team bewies aber einmal mehr, was in ihm steckt und dass es zu Recht mit in den Spitzenrängen vertreten ist.
Die Spielbedingungen waren gewöhnungsbedürftig: wenig Licht, eigentlich unüblich für sportliches Pool-Billard. Auch die Billardtische hatten definitiv die besten Zeiten hinter sich. Da die Bedingungen aber für beide Teams galten, mussten sich auch die Fuldaer darauf einstellen. Den Heimvorteil nutzten die Schiersteiner konsequent aus.
Anfangsniederlagen - trotz Chancen für die SGJ
Es lag nun an Daniel Dimitrov und Arik Reiter, zumindest den Ausgleich zu erzielen zur Halbzeit. Beide Spieler haben derzeit allerdings berufsbedingt wenig bis gar keine Zeit zu trainieren. Dimitrov spielte gegen Emin Habibov, - gegen ihn hatte er in der Hinrunde bereits zwei Niederlagen kassiert. In Schierstein zeigte er jedoch eine sehr gute Leistung und revanchierte sich mit 7:4 im 10-Ball. Habibov spielte keineswegs schlecht - die SGJ hatte aber den wichtigen Anschlusspunkt hergestellt.
Reiter im Showdown mit großem Kino
Die nun offenen 14 Kugeln hätten Reiter zum Sieg gereicht, er hätte "nur" noch abräumen müssen - doch er agierte unglücklich und gab Baumfalk somit die Chance, die fehlenden fünf Kugeln zum Sieg zu versenken. Endstand 113:125. Damit stand es 1:3 aus Sicht der Domstädter zur Halbzeit.
Auf die Bedingungen eingestellt - SGJ gab alles
In der Rückrunde mussten die SGJ nun all ihre Spiele gewinnen. Die Gäste hatten sich mittlerweile auf die Spielbedingungen eingestellt. Sie gaben alles. Reiter musste erneut im gegen Baumfalk antreten - und revanchierte sich sehr schnell nach sehr starker Vorstellung mit 7:3 im 8-Ball. Wieder hatte das Fuldaer Team den Anschluss hergestellt. Dimitrov führte fortan deutlich - und ebenso Barth im 14.1.Nur Heurich lag schnell im Rückstand. Er hatte erneut das Nachsehen gegen Julian Thiel mit 3:7, der erneut sehr gut spielte. Damit war maximal noch ein Unentschieden zu holen.
Offener Schlagabtausch - Taktik misslang
Schierstein hatte das notwendige Quäntchen Glück und verbuchte sowohl dieses Match als auch Reiters 14.1 hauchdünn für sich, was spielentscheidend war.
Johannesberger Team feiert seine Vorstellung
Barth indessen spielte konsequent weiter und besiegte Sassmann souverän im 14.1 mit 125:84 - und das markierte den 3:5-Endstand aus Johannesbergs Sicht. Damit aber dürfte der Aufstieg für die SGJ endgültig vom Tisch sein: Bei vier noch ausstehenden Partien hat sie nun vier Punkte Rückstand. Dennoch feierte sie auch dieses Mal ihre Gesamtperformance der Saison - bei ihrem Sponsor Os Sabores. (pm/wk) +++