Herausforderin Gabriele Stenger

67,48 Prozent: Thorsten Stolz (SPD) bleibt Landrat im Main-Kinzig-Kreis

Thorsten Stolz bleibt Landrat im Main-Kinzig-Kreis
Fotos: KINZIG.NEWS/Moritz Pappert und Justin Möser

30.01.2023 / GELNHAUSEN - Im Main-Kinzig-Kreis waren die Wählerinnen und Wähler am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme für den Landrat oder die Landrätin abzugeben. Amtsinhaber Thorsten Stolz ging als Favorit in das Wahlrennen. Und er wurde seiner Rolle gerecht.



Für ihn stimmten 56.925 Wahlberechtigte. Das sind 67,48 Prozent. Gabriele Stenger erhielt 27.435 und damit 32,52 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 26,67 Prozent. Der Eingang der Wahlergebnisse aus den 29 Städten und Gemeinden lief am Wahlabend zentral beim Main-Kinzig-Kreis ein.

Unsere Kolleginnen und Kollegen von KINZIG.NEWS sind vor Ort im Main-Kinzig Forum und berichteten aktuell vom Wahlausgang.

Landrat Stolz zum hr: "Ich bin nicht nur zufrieden, es ist wirklich ein großartiges Ergebnis." Auch Herausforderin Gabriele Stenger ist nicht allzu enttäuscht: "Es war eine absolut positive Erfahrung."Hessens SPD-Generalsekretär Christoph Degen ist zufrieden mit dem Ergebnis für seinen Parteifreund Thorsten Stolz: "Es war ein guter Start ins Wahljahr 2023. Jetzt kommen die Oberbürgermeisterwahlen in Frankfurt, Kassel, Darmstadt und die Landtagswahl. Wir sind also gut in den Wahlmarathon dieses Jahr gestartet", so Degen gegenüber KINZIG.NEWS.

Rund 263.000 Wahlberechtigte aus den 29 Städten und Gemeinden haben die Qual der Wahl zwischen zwei Kandidaten. Während Amtsinhaber Thorsten Stolz (SPD) weiterhin an der Spitze des Landkreises stehen möchte, will dessen Herausforderin Gabriele Stenger (CDU) für frischen Wind im MKK sorgen.

Max Schad, MdL und MKK-CDU-Chef, zu KINZIG.NEWS: "Vor dem Hintergrund, dass seit es Direktwahlen im MKK gibt, noch nie ein Amtsinhaber abgewählt worden wird, war klar, dass es schwer wird, die Wahl für uns zu entscheiden. Mit dem Ergebnis sind wir aber zufrieden. Die Partei hat gut mitgezogen. Wir hatten Spaß im Wahlkampf und sind der Meinung, dass wir den Wählern ein gutes Angebot gemacht haben. Und wir hatten im Ergebnis positive Akzente dabei - fast 40 Prozent in Hanau. Das ist ein Erfolg. Gratulation aber auch an Thorsten Stolz. Wir haben schon während des Wahlkampfs gemerkt, dass bei den Bürgern an der Landratswahl kaum Interesse bestanden hat. Wir hatten Mühe, überhaupt zu dem Thema mit den Bürgern in das Gespräch zu kommen."

Thorsten Stolz (43), der sich bei seiner ersten Wahl im März 2017 gleich gegen fünf Konkurrenten durchsetzen konnte, ist ein "Mann aus der Verwaltung". Steuerberaterin Gabriele Stenger (46) ist eine "Frau aus der Wirtschaft". Sie ist zudem Mitglied der Hanauer Stadtverordnetenversammlung. Die Christdemokratin buhlt mit dem Slogan "Die neue Landrätin" um die Gunst der Wähler. Der Sozialdemokrat setzt auf die Devise "Unser Kreis in guten Händen". (hhb/KN) +++

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