Sportschießen/Luftgewehr-Bundesliga
Die Pflicht gelingt dem SV Petersberg - die Kür um Haaresbreite nicht
Fotos: SV Petersberg
12.12.2022 / PETERSBERG -
Eine knappe 2:3-Niederlage gegen Buer-Bülse am Samstag, dafür ein ebenso wichtiger wie ungefährdeter 4:1-Sieg gegen den punktgleichen Tabellennachbarn Gölzau am Sonntag - so lautet die Wochenend-Bilanz der Petersberger Bundesliga-Luftgewehrschützen.
Trainerin Anja Heck hatte die Devise ausgegeben, dass es aus den beiden Begegnungen zumindest schon ein Sieg sein sollte, mit dem man vom Doppelwettkampf aus Braunschweig zurückkehren wolle. Johanna Tripp war wieder fit und belegte hinter Tom Barbe Position zwei - gefolgt von Lea Ruppel, Anna Beck und Jana Heck.
Johanna Tripp beweist wieder einmal Nervenstärke
Teamsprecher Michael Döllinger hob gegenüber OSTHESSEN|NEWS die Nervenstärke von Johanna Tripp hervor: "Nach 397 Ringen dann im Stechen in den vierten Schuss zu kommen, ab dem die Zehntel-Wertung gewertet wird, und mit Stechschuss vier mit Jessie Kaps mit 10,8 zu 10,7 den Punkt zu holen - klasse. Leider war es ab diesem Zeitpunkt nur noch Ergebniskorrektur, die Niederlage war besiegelt."
Lea Ruppel: Enormes Pech - aber konstant gutes Premierenjahr in der Bundesliga
Wie knapp Glück und Pech beieinander liegen, verdeutlichen auch die 396 Ringe - also vier Neuner - von Lea Ruppel. Döllinger: "Das waren vier 9,9er, die aber nunmal als "9" zählen, auf genau dem gleichen Fleck. Mit einem Hauch Glück hätten das 398 oder auch 400 sein können. Aber es hat einfach nicht sollen sein - und dann verliert Lea mit einem einzigen Ring. Wie sie das aber immer wegsteckt und in ihrem Bundesliga-Premierenjahr konstant gut schießt, ist echt klasse."Richtige Taktik - Teamkollegen fangen Anna Becks Niederlage auf
Beim gemeinsamen Petersberger Abendessen im griechischen Restaurant wurde am Samstagabend offensichtlich die richtige Taktik zurechtgelegt. Ob und wie viel Zielwasser sich dabei einverleibt wurde, bleibt SVP-Betriebsgeheimnis, jedenfalls muss es das passende Maß gewesen sein. Ein fast durchgehend hohes Niveau der Petersberger konnte Gölzau nicht wie noch am Vortag kontern. Lediglich Anna Beck wird vermutlich unzufrieden mit sich sein, doch ihr verlorenes Duell wird sie angesichts der vier beeindruckenden Punkte der übrigen Teamkollegen locker verschmerzen können.Das Wochenende des SV Petersberg im Überblick
SV Petersberg - SV Buer-Bülse 2:3 (1970:1973).
Tom Barbe - Patrik Jany 397:399, Johanna Tripp - Jessie Kaps 397:397 (10:8:10,7), Lea Ruppel - Lisa Tüchter 396:397, Anna Beck - Leila Hofmann 385:388, Jana Heck - Henna Karen Reitz 395:392
SV Petersberg - SV Gölzau 4:1 (1968:1960)
Tom Barbe - Tomasz Bartnik 397:393, Johanna Tripp - Annika Neumann 396:395, Lea Ruppel - Charleen Bänisch 396:385, Anna Beck - Weronika Bartnik 385:394, Jana Heck - Lena Cramer 394:392
Team Wetterau mit zwei Niederlagen
Das zweite hessische Team der Bundesliga-Staffel Nord, das Team Wetterau, musste sich am Samstag beim 1:4 (1956:1974) gegen den Wissener SV geschagen geben. Am Sonntag war gegen den Staffel-Primus Hubertus Elsen trotz einer enormen Leistungssteigerung und zweimal 399 Ringen die 2:3-Niederlage nicht abzuwenden (1974:1983). Die Wetterauer sind nun mit 4:14 Punkten Drittletzter.Ausblick: Im Januar geht's weiter - Petersberg strebt Bundesliga-Finale an